Danone richtet seine Produktionsstrukturen in Deutschland neu aus. Nach langen und intensiven Beratungen plant das Unternehmen, das Milchwerk in Ochsenfurt im vierten Quartal 2026 zu schließen. Das Danone-Management bedauert diese Entscheidung angesichts des herausragenden Engagements der Mitarbeiter und der langen Tradition des Werks. Jedoch sieht das Unternehmen die geplante Schließung des Werks als einzige Möglichkeit, im deutschsprachigen Raum langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein. Das Unternehmen wird seine Produktion in Deutschland am Standort Fulda im Rahmen der Initiative „Renew Danone„ verstärken und plant dort signifikant zu investieren.
Produktionsmengen in Ochsenfurt rückläufig
Trotz aller Bemühungen und Investitionen in das Werk Ochsenfurt sind die Produktionsmengen in den vergangenen Jahren nicht wie erwartet gewachsen. Im laufenden Jahr erreicht die Auslastung des Werkes nur noch die Hälfte des Niveaus von 2019. Zugleich hat sich das Konsumentenverhalten verändert und die Produktionskosten liegen deutlich über dem Durchschnitt anderer europäischer Danone Werke. Angesichts der jahrelangen Unwirtschaftlichkeit durch rückläufige Auslastung und die genannten hohen Kosten ist die geplante Schließung des Werks unvermeidlich.
Investitionen in Fulda
Zugleich bekennt sich Danone weiter zum Produktionsstandort Deutschland und wird hier auch signifikant investieren. Der Standort Fulda ist eines der größten Werke von Danone und spielt mit seinen nahezu 600 Mitarbeitern weiter eine wichtige Rolle in der Gesamtstrategie des Unternehmens. Dort konzentriert sich das Unternehmen auf hochspezialisierte Produkte wie Säuglingsmilch und medizinische Ernährung.
Danone wird die offenen Stellen im Werk Fulda entsprechend prüfen, um interessierten Mitarbeitern aus Ochsenfurt gezielte Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten, die sie für neue Aufgaben qualifizieren.




