Energiedaten müssen in allen Bereichen der Industrie, des Handels, der öffentlichen Hand sowie der regenerativen Energien aufgenommen werden, um Verbesserungspotenziale zu eruieren. Auf der Grundlage der Analyseergebnisse sind dann die richtigen Maßnahmen zu treffen, damit die Energiekosten nachhaltig gesenkt werden können. Empirische Untersuchungen zeigen, dass allein durch die Kenntnis des Energieverbrauchs eine Bewusstseinsbildung einsetzt, die zu einer Kostenersparnis von bis zu fünf Prozent führt. Insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) erweist sich der Einbau komplexer Erfassungssysteme jedoch als aufwendig. Zudem fehlt es den Mitarbeitern meist an Wissen, wie die Systeme programmiert und in Betrieb genommen werden.
Vor diesem Hintergrund hat Phoenix Contact mit den Datenlogger-Paketen Basic und Flex eine Lösung aus vorgetesteten Komponenten und Applikationen entwickelt, die nicht programmiert, sondern lediglich parametriert werden muss. Beide Varianten werden mit Applikationssoftware ausgeliefert, sodass die Parametrierung und Inbetriebnahme selbsterklärend per Standard-Internet-Browser möglich ist. An den Datenloggern lassen sich Sensoren und Messgeräte mit digitaler und analoger Schnittstelle zusammenführen, die der Erfassung des elektrischen Energiebezugs sowie von Volumenströmen und Bezugsmengen – beispielsweise von Druckluft oder Industriewasser – dienen. Die ermittelten Daten werden in den Loggern verarbeitet und in einem normierten Format über definierte Kommunikationskanäle via Ethernet und GSM/GPRS übertragen.
Die Basisvariante des Datenloggers PSK DL Basic bietet acht digitale Aus- und 16 digitale Eingänge. Standardmäßig nimmt das Gerät über digitale Sensoren Zustandsinformationen auf und verschickt eine konfigurierbare Meldung via Short Message System (SMS). Mit der erweiterten Variante PSK DL Flex können maximal drei digitale und drei analoge Eingangsklemmen des Inline-Automatisierungsbaukastens, die über eine unterschiedliche Kanalzahl verfügen, an die Steuerung angereiht werden. Die Digitaleingänge lassen sich als Alarmeingang oder Zähler konfigurieren. Eine Parametrierung auf steigende und fallende Flanke erlaubt die Unterscheidung zwischen kommenden und gehenden Alarmen. Sollten die Impulse unter 50 ms liegen oder der Zähler mit einer S0-Schnittstelle ausgeführt sein, empfiehlt sich die Datenaufnahme mit der S0-Eingangsklemme aus dem Inline-Automatisierungsbaukasten.
Da die Steuerung die Impulse mitzählt, also keinen Absolutwert einliest, muss der von ihr erfasste Wert bei der Inbetriebnahme und nach Stillstandszeiten mit dem tatsächlichen Verbrauchswert auf der Anzeige des jeweiligen Zählers abgeglichen werden. Die Bewertung der gezählten Impulse auf die entsprechende Abrechnungseinheit erfolgt durch eine Parametereingabe auf der Web-Oberfläche. Übertragen werden dann die bewerteten Impulse und die ausgewählte Einheit.




