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    Grafische Materialflussrechner geben Auskunft über laufende Prozesse und ermöglichen so Verbesserungen in der Lebensmittelproduktion.
    Veröffentlicht
    07. März 2018
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Durch Verbesserungen am Materialfluss lassen sich in der gesamten Produktion Optimierungen vornehmen. Umgesetzt werden diese über Softwarelösungen wie den grafischen Materialflussrechner Matcontrol graphics von Sysmat. Er stellt alle involvierten Prozesse übersichtlich dar und eignet sich besonders für die Förder- und Sortiertechnik in der Lebensmittelindustrie.

    Pünktlichkeit nimmt in der Lebensmittelbranche einen hohen Stellenwert ein: Fristen müssen aufgrund von Haltbarkeitsdaten zwingend eingehalten werden, gleichzeitig dürfen Unternehmen Hygienevorschriften nicht vernachlässigen. Verschiedene Softwarelösungen tragen mit zunehmender Wirkung zur Einhaltung bei. So steuern diese neben bestimmten Abläufen auch Kriterien wie Kühlung und die Einhaltung von Haltbarkeitsdaten. Anwender organisieren mithilfe dieser Lösungen ihren internen Materialfluss durch das Enterprise-Resource-Planning (ERP) oder das Warehouse-Management-System (WMS). Zur Verbesserung der Lagerverwaltung hat Sysmat den grafischen Materialflussrechner (MFR) entwickelt. Auf seiner grafischen Oberfläche sichten Anwender den internen Materialfluss und erkennen Lücken sowie Potenziale zur Optimierung.

    Auf dem Weg zu möglichen Verbesserungen beginnen Unternehmen meist mit der Erneuerung vorhandener Lösungen. Als besonders geeignet für Modernisierungsmaßnahmen zeigt sich dabei ergänzende Software wie der MFR. Die vorhandenen ERP und WMS werden direkt und herstellerunabhängig ergänzt. Der MFR wurde entwickelt, um den Materialfluss zu optimieren und alle involvierten Prozesse so übersichtlich wie möglich zu gestalten. Für die Lebensmittelbranche ist eine derartige Lösung unter anderem für die Förder- und Sortiertechnik geeignet, denn ein MFR ermöglicht das automatische Palettieren ohne Unterbrechung der Kühlkette. Die beladenen Paletten können in Regalen, beispielsweise in einer Kühlgasse, zwischengelagert werden, damit sie beim Auslagern oder Kommissionieren möglichst lange im gekühlten Bereich verbleiben. Mit der Zwischenlagerung geht zudem die Schaffung eines zusätzlichen beziehungsweise die effizientere Nutzung eines bereits vorhandenen Staubereichs einher.

    Verschiedene Produktionsstationen in der Lebensmittelindustrie sorgen für umfangreiche Abläufe während des gesamten Prozesses. Nach der Lagerung in den Kühlgassen ordnet der Nutzer die Ware den verschiedenen Transportmitteln zu. Mit dem MFR etikettiert der Anwender im gleichen Schritt die zuzuordnenden Produkte, um diese eindeutig für weitere Abläufe zu kennzeichnen. Ebenso liefert der MFR Informationen über künftige Transportvorgänge. Besonders in der Lebensmittelbranche sollten Unternehmen ihre Transporte langfristig planen, um Sicherheitsvorschriften einzuhalten und Haltbarkeit zu garantieren. Der MFR unterstützt bei diesem Vorhaben und nimmt dem Anwender Aktionen ab.

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    Übersichtlich gestaltet

    Mit einer einfachen Bedienoberfläche kann der MFR gerade bei der Inbetriebnahme Zeit einsparen. Durch die einfache und intuitive Oberfläche erlernt jeder Mitarbeiter die Bedienung schnell. Für gewöhnlich reichen weniger als zwei Wochen aus, um alle potenziellen Anwender zu schulen. Eine projektspezifische Programmierung entfällt beispielsweise bei der Software Matcontrol graphics. Konfigurationen werden im Rahmen einer Schulung von den Anwendern selbst erstellt. Bisher galt es für Lebensmittelbetriebe bei projektspezifischen Programmierungen je nach Lager und Produktionsaufbau mindestens vier bis sechs Wochen einzuplanen. Testphasen für den MFR finden zudem zeitsparend am Wochenende statt, um die Produktion während der Modernisierung nicht zu beeinträchtigen. Bei Lagermodernisierung sind Testfunktionen außerdem besonders wichtig. Sobald die Anlage mit Echtpaletten gefahren wird, ist ein Zurückschalten auf das alte System nicht mehr möglich. Nach Inbetriebnahme erfasst der MFR auftretende Störungen, sodass diese einfach und schnell behoben werden können. Weitere Zeit kann eingespart werden, wenn die grafische Oberfläche über ein Meldesystem für Logging von Meldungen und Qualitätsdaten verfügt. Gerade bei der logistischen Abwicklung von Lebensmitteln oder Tiefkühlware können längere Störungen fatal sein. Denn: Es droht der Qualitätsverlust der Ware, wenn die Kühlkette unterbrochen wird.

    Abhängigkeit ausschließen

    Bei der Modernisierung ist es für den MFR in der Regel unerheblich, welche Software im Unternehmen verwendet wird. Der MFR bietet über 20 verschiedene Schnittstellen, um vorhandene Software, darunter auch SAP, reibungslos zu integrieren. Durch Schnittstellen wird dem Anwender eine individuelle Lösung zur Modernisierung im Bereich Lebensmittel geboten. Das Ziel: eine Anlage mit der vorhandenen Software zu steuern und die Standardfunktionen des vorhandenen ERP-Systems weiterhin umfassend zu nutzen. Alle Funktionen, die über die Standardfunktionen der vorhandenen Software nicht abgedeckt werden, realisiert dann der MFR.

    www.prozesstechnik-online.de

    Autor: Rainer Schulz

    Geschäftsführer,

    Sysmat

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