Um eine möglichst effiziente Reinigung einer Anlage für Lebensmittelprodukte zu gewährleisten, werden in der Regel sämtliche Prozessbehälter mit allen Lagertanks durch molchbare Rohrleitungen verbunden. Jede Abfüllmaschine wiederum ist mit einer molchbaren Rohrleitung an die Lagertanks angeschlossen. Die Rohrleitungen werden nach den gängigen Hygienevorschriften verlegt. Für Molchleitungen verwendet Kiesel längsnahtgeschweißtes Rohr mit blecheben geglätteter Innennaht und einer Rautiefe Ra < 0,8 µm. Die Rohre und Rohrbögen werden orbital mit geschlossenen Schweißzangen geschweißt. Die Rohrbiegungen sind als 5D-Bogen ausgeführt, entweder als Anbiegungen an das Molchrohr oder als extra gefertigte Molchbögen mit Schenkelverlängerungen und Orbitalschweißenden. Flanschverbindungen gibt es nur an den Molchsende- und -empfangstationen. Hier werden Kleinsterilflansche DIN 11864 verwendet.
In den Molchsende- und -empfangstationen an den Endpunkten der Molchleitung ist jeweils ein Molch geparkt. Die Molche sind frei umspülbar. Über Scheiben– und Membranventile wird das Treibmedium, die Spülung und Dampf in die Molchstationen eingeleitet. In Grundstellung befindet sich der Molch in der erweiterten Molchkammer der Molchsendestation. Die Molche können durch einen radialen Deckel an dieser Kammer gewechselt werden. Der Molch wird mit Hilfe eines Pneumatikzylinders in die Molchleitung gedrückt, bevor die Leitung mit Produkt gefüllt ist. Das Treibmedium für die Molchreinigung ist sterile Druckluft. Die Molchsendestation und die Molche sind strömungstechnisch so gestaltet, dass durch die CIP-Flüssigkeit eine rückstandsfreie Reinigung möglich ist.
Als Produktein- und Produktausgänge werden Kiesel-Doppelsitzventile mit zwei Ventilabdichtungen eingesetzt. Die beiden Abdichtungen sind durch eine Spül- und Leckagekammer voneinander getrennt. Die Leckagekammer selbst ist mit einem separaten pneumatischen Leckageventil ausgestattet. Dadurch kann gleichzeitig in der Molchleitung Produkt gefördert werden, während in der Abzweigleitung die CIP-Reinigung läuft. Die beiden Flüssigkeiten bleiben sicher getrennt.
An den Doppelsitzventilen verlaufen die molchbare Leitung und die nichtmolchbare Abzweigleitung senkrecht zueinander. Die untere Molchleitung wird vom Ventilsitz so abgedichtet, dass der Querschnitt der Leitung immer gleichmäßig kreisförmig ist. In geschlossenem Zustand verläuft die Molchleitung völlig glatt und totraumfrei durch das Sitzventil, so dass eine Molchreinigung problemlos möglich ist.
Der kugelförmige Ventilkörper bewirkt ideale Strömungsverhältnisse mit bestmöglichen Reinigungseigenschaften. Mit dem Sitzventil kann ein molchbarer Ventilknoten aufgebaut werden. Wird der Ventilknoten mit molchbaren T-Stücken in der Eingangsebene ausgeführt, so kann in beiden Ebenen unabhängig voneinander gemolcht werden.




