Luftiges Schokoladenmousse, verziert mit Obstvariationen, feinste Crèmes und Fruchtmousses in verschiedenen Geschmacksrichtungen: Schon beim Anblick der feinen Desserts der belgischen Konfiserie Verbau NV/SA läuft dem Betrachter das Wasser im Munde zusammen. Das junge Unternehmen, das 2010 von Johan Bauwens und Antoon Verscheiden in Leuze-en-Hainaut gegründet wurde, hat sich auf die Herstellung von Desserts spezialisiert. Verbau verwendet ausschließlich hochwertige Zutaten, die ein authentisches Geschmackserlebnis gewährleisten. Der Produktionsprozess ist weitgehend automatisiert; die Produkte werden genau nach Kundenwunsch hergestellt und sind gekühlt oder tiefgekühlt erhältlich. Vertrieben werden sie über Supermärkte und Einzelhandel – sowohl unter der Verbau-Eigenmarke „Les amuses du Chef“ oder unter Händlermarken.
Kurz nach der Unternehmensgründung sahen sich Johan Bauwens und Antoon Verscheiden nach einer Etikettierlösung um, mit der die Desserts automatisiert gekennzeichnet werden sollten. Die beiden Unternehmer hatten zwar wenig Erfahrung mit Kennzeichnungssystemen, dafür aber eine klare Vision dessen, was sie benötigten: „Die Füllmengen unserer Gläser betragen 60 oder 85 g. Die Gläser sind 70 bis 80 mm hoch, der obere Durchmesser ist circa 40 mm breit. Der Ausstoß des Etikettierers sollte mindestens 100 Produkte pro Minute betragen“, berichtet Johan Bauwens.
Die Kunststoffetiketten sind circa 170 cm lang. Sie bestehen aus einem Mittelteil, der auf die Deckel aufgebracht wird, sowie zwei seitlichen Flügeln, die beidseitig auf das Glas gedrückt werden. Mittelteil und seitliche Etiketten sind über Stege verbunden, die über den Deckelrand geführt werden. Sie versiegeln das Glas und fixieren den Stülpdeckel. Marke und Geschmacksrichtung des Produkts befinden sich auf dem Mittelteil des Etiketts. Die seitlichen Etikettenteile enthalten Inhaltsangabe und Nährwerttabelle.
Eine besondere Herausforderung für die Etikettierung stellen die Formen der Gläser dar. Sie sind entweder zylindrisch, ballig oder konisch. Vor allem auf balligen Gläsern ist es nicht möglich, Etiketten faltenfrei auf den Seiten aufzubringen. Daher werden die Etiketten so hergestellt, dass die untere Hälfte der Flügel kleberfrei ist. So haften die Etiketten im oberen Teil sicher an, werden im unteren Teil trotzdem faltenfrei über die Glasrundung geführt.
Ein Hersteller von Etiketten brachte die Unternehmer Bauwens und Verscheiden in Kontakt mit Multivac N.V. Belgien und dem deutschen Kennzeichnungsspezialisten Multivac Marking & Inspection. Multivac unterbreitete zunächst ein Angebot, die Dessertgläser mit einer voll integrierten Lösung zu etikettieren. Alternativ hätte Verbau nur den Etikettierkopf von Multivac kaufen und die Zuführeinheit selber bauen können. „Unsere Gesamtlösung war zwar etwas teurer, dennoch hat sich Verbau für den Gliederbandetikettierer MR 413 GB mit einer speziellen Zuführeinheit entschieden“, berichtet Christian Vlasselaer von Multivac Belgien.




