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    Die Brotsorte wechselt,die Sicherheit bleibt
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    Back- & Teigwaren

    Die Brotsorte wechselt,die Sicherheit bleibt

    Detektionsgenauigkeit, Betriebssicherheit und Wartungs-freundlichkeit gehören zu den Standardmerkmalen leistungsfähiger Metalldetektoren. Daneben wird ihr
    Veröffentlicht
    01. April 2001
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Back- & Teigwaren

    Karl Eibl

    Das Angebot an Brotsorten ist vielfältig. Unabhängig davon, für welche Brot-sorte sich der Kunde letztlich entscheidet; eines mag er auf gar keinen Fall: Metallpartikel im Brot. Doch nicht nur für den Verbraucher, auch für die Metalldetektoren gilt: Brot ist nicht gleich Brot. So besitzt jede Brotsorte bestimmte charakteristische Eigeneffekte, die bei der Realisierung einer betriebssicheren und effizienten Metalldetektion berücksichtigt werden müssen. Hierzu gehören u.a.:

    • Mineral- und Salzgehalt

    • Temperatur beim Verlassen des Ofens

    • Feuchtegehalt des Teiges

    • rezepturbedingtes Verhältnis der einzelnen Teigbestandteile

    Erschwerend kommt hinzu, dass selbst die Chargen einer einzelnen Brotsorte unterschiedliche Signale erzeugen. Standard-Metalldetektoren ohne durchgängige digitale Signalprozessortechnik und damit mögliche Produkterkennung und Eigeneffekt-Kompensation bieten dort, wo eine hohe Sortenvielfalt überwacht werden muss, in der Regel nur unzureichende Ergebnisse. Deshalb benötigen Brothersteller und andere Lebensmittelproduzenten mit einer großen Sortenvielfalt Detektionssysteme, die

    • ein stabiles Detektionsverhalten bieten

    • einbaubedingte Umgebungseinflüsse sicher kompensieren

    • die Parameter je nach Produkt automatisch einlernen und im Betrieb einstellen

    • einen Produkt- oder Sortenwechsel eigenständig erkennen und die entsprechenden Detektionsparameter aufrufen bzw. nachführen

    • langsame Veränderungen des Produktes automatisch erkennen und ausgleichen

    Die Durchführung eines automatischen Produktwechsels bietet neben einem Höchstmaß an Detektionssicherheit auch einen optimalen Bedienkomfort. Beim Wechsel der Brotsorte muss nicht mehr vom Leitstand aus eingegriffen werden, vielmehr erkennt der Metalldetektor selbst, wenn sich eine neue Brotsorte auf dem Förderband befindet. Diese als Quick Learn System (QLS) bezeichnete Funktion, mit der die zur jeweiligen Sorte gespeicherten Voreinstellungen automatisch abgerufen werden, ist eines der zahlreichen Serienmerkmale der Genius-Metalldetektoren von S+S.

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    Die Metalldetektoren der Genius-Baureihe sind mit moderner Multiprozessortechnik und digitaler Signalverarbeitung ausgerüstet. Sie sind konform zu ISO 9000 und HACCP. Darüber hinaus werden auch die anspruchsvollen Normen, die namhafte Handelsketten und Lebensmittelhersteller an eine sichere Fremdkörperdetektion stellen, von den Genius-Geräten deutlich übertroffen. Die eingesetzte Digitaltechnik garantiert eine hohe Erkennungssicherheit. So werden durch die Automatic Balance Control (ABC) einbaubedingte Umgebungseinflüsse ebenso sicher ausgeblendet wie thermische, mechanische oder altersbedingte Veränderungen bestimmter Bauteile. Die hochpräzise Produktkompensation verhindert nicht nur Fehldetektionen, die durch Produkt-Eigeneffekte hervorgerufen werden können, per Product Tracking wird sie zudem bei langsamen Veränderungen des zu prüfenden Produktes genau nachgeführt. Dadurch ist eine immer gleiche Suchempfindlichkeit sichergestellt. Die auf Tastendruck wählbaren Suchfrequenzen der Genius-Detektoren ermöglichen eine optimale Einstellung auf das Produkt. Darüber hinaus trägt die Möglichkeit der Frequenzwahl wesentlich zu einer hohen Betriebssicherheit bei, da man bei Störungen beispielsweise durch benachbarte Metalldetektoren auf ein störsicheres Frequenzband umschalten kann. Wird ein verunreinigtes Produkt erkannt, sind die Metallsuchgeräte in der Lage, angeschlossene Separiersysteme anzusteuern und den Auswurf der metallisch verunreinigten Einheiten zu überwachen.

    Ein Beleg für die Bedienerfreundlichkeit der Genius-Detektoren ist die automatische, produktabhängige Geräteeinstellung Self Learn System (SLS). Dem Gerät wird ein Referenzprodukt „eingelernt“; die Mikroprozessorsteuerung erkennt etwaige Produkt-effekte und stellt die Detektionsparameter sowie die Störsicherheit präzise auf das zu untersuchende Gut ein.

    Nicht nur die bessere Empfindlichkeitseinstellung und das dadurch sichere Detektionsverhalten, sondern auch der Bedienkomfort, den die Quick-Learn-Funktion von Genius bietet, waren für die Ausrüstung der Backstraßen einer süddeutschen Großbäckerei mit diesen Metallsuchsystemen ausschlaggebend. Quick Learn ermöglicht die Durchführung eines automatischen Produktwechsels ohne Produktionsunterbrechung und ohne Eingriffe seitens des zentralen Leitstands.

    Im konkreten Einsatzfall ist der Metalldetektor zwischen einem Vor- und einem Nach-backofen installiert. Auf der Linie werden mehr als ein Dutzend Weizen- und Vollkornbrotsorten hergestellt. Die Oberflächentemperatur der Brotlaibe beträgt etwa 80 °C. Sie werden mit einer Geschwindigkeit von 0,8 m/s durch den Metalldetektor transportiert. Wechselt die Brotsorte, erkennt die Quick-Learn-Funktion dies sofort und holt sich die sortenbezogenen Voreinstellungen für die Detektion aus dem Multiproduktspeicher des Genius. Bis zu 100 Einstellungen können hier abgelegt und bei Bedarf aufgerufen werden. Anschließend lernt der Metalldetektor die Signale der gerade laufenden Brotsorte neu ein und optimiert die Einstellungsparameter exakt auf die zugehörigen Voreinstellungen. Dadurch wird eine bestmögliche Suchempfindlichkeit erreicht, die dank Product Tracking und Automatic Balance Control auch bei eventuell auftretenden Schwankungen der Produkteigeneffekte in vollem Maß erhalten bleibt.

    Die Genius-Metalldetektoren mit ihrer Quick-Learn-Funktion bringen der Groß-bäckerei einen erheblichen Gewinn an Komfort und Betriebssicherheit, da die zeitaufwendige Umstellung des Detektors entfällt. Die Ausschussquoten konnten durch das Einlesen und Optimieren der sortenspezifischen Parameter bei laufender Anlage deutlich reduziert werden. Die bisherige Verunsicherung über die Herkunft möglicher metallischer Verunreinigungen ist einer Verbesserung der Detektionsergenisse um 50 % gewichen.

    Halle 6, Stand 218

    Weitere Informationen dei 243

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