Autor Friedrich Temme Vertrieb, M & S Armaturen
Scheibenventile haben einen simplen Aufbau. Neben Gehäuse und Absperrklappe aus Edelstahl wird eine Dichtung aus einem Elastomer verwendet. Die Kombination dieser verschiedenen Bauteile mit unterschiedlichen spezifischen Eigenschaften setzen vom Hersteller ein hohes Maß an Erfahrung mit diesen Werkstoffen und die Einhaltung von engen Fertigungstoleranzen bei der Produktion voraus. Scheibenventile müssen langlebig und robust, funktionell und kostengünstig, zuverlässig und betriebssicher sowie reinigungs- und sterilisierbar sein. M & S Armaturen produziert neben dem klassischen Scheibenventil auch das nach höchsten hygienischen Anforderungen weiterentwickelte Scheibenventil SV 04. Gehäuseteile und Klappen der Scheibenventile bestehen grundsätzlich aus geschmiedetem Vormaterial, die Dichtungen sind FDA-konform und sind gemäß USP Class VI zugelassen. Alle verwendeten Materialien haben einen Herkunftsnachweis. und sind komplett rückverfolgbar. Die Dichtungen erfüllen die anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004. Vor der Auslieferung jedes einzelnen Scheibenventils wird ein dokumentierter Funktionstest inklusive Druckprüfung durchgeführt.
Das Scheibenventil Typ Classic stellt M & S seit über zwei Jahrzehnten her. Bezeichnend ist bei dieser Ventilausführung die trapezförmige Dichtungsgeometrie. Die Zwischenflanschausführung ist leicht an den offenliegenden Gehäuseschrauben und den Absätzen zwischen den Flanschen zu erkennen. Das Scheibenventil Typ SV 04 ist eine Weiterentwicklung des klassischen Ventiltyps. So sieht diese Ventilausführung nicht nur anders aus, sie zeichnet sich auch durch weitere und verbesserte Merkmale gegenüber dem Classic-Ventil aus. Das neue Ventil sollte bei möglichst gleichbleibendem Verkaufspreis durch verbesserte Dichtungsgeometrie voll vakuumfest und damit sicher gegen hohe Strömungsgeschwindigkeiten sein. Zudem wurden höhere Standzeiten der Dichtung, bessere hygienische Eigenschaften, erhöhte Montagefreundlichkeit und einfache Demontage sowie vereinfachter Anbau von Rückmeldungen und Konsole realisiert. Zunächst wurden die für die Anwender wichtigsten Kriterien analysiert und umgesetzt. Dazu gehört die Einsatzzeit des Ventils bis zur nächsten Revision. Maßgeblich dafür ist die Standzeit der Dichtung. Sie ist im Wesentlichen von der Abnutzung im Schließbereich abhängig. Neben dem Abrieb, der je nach Walkarbeit anfällt, kann es in diesem Bereich auch leichter zu Auswaschungen bzw. Ausbrüchen kommen.
Ein konischer Anstieg der Dichtung bis hin zum Dichtbereich minimiert die anfallende Walk- und Verformungsarbeit, was zu höheren Standzeiten und zu geringeren Betätigungsmomenten geführt hat. Eine besondere Beanspruchung erfährt die Bohrung zur Durchführung der Ventilklappe in der Dichtung. Neben der Beanspruchung durch die normale Verpressung trägt auch das Quellverhalten der Dichtung (beeinflusst durch Temperatur oder Medien) zur stärkeren Abnutzung bei.




