Die Funktionsweise von statischen Mischern ist einfach: In einem Rohr befinden sich genau eingepaßte Mischelemente. Die zu mischenden gasförmigen oder flüssigen Medien gelangen mit Hilfe von Pumpen oder unter Druck in das Rohr und durchströmen die statischen Mischelemente. Dabei entstehen in Abhängigkeit von der Viskosität der Fluide laminare oder turbulente Strömungen, die den eigentlichen Mischprozeß bewirken.
In seinem Unternehmen entwickelt und fertigt Alain Georg zusammen mit anderen jungen Ingenieuren und Studenten seit über fünf Jahren statische Mischer. Im Vergleich zu dynamischen Mischsystemen liegen für Georg die Vorteile dieser Systeme auf der Hand: In der Regel sind statische Mischer in ihren Anschaffungskosten billiger und verbrauchen deutlich weniger Energie. Da die Apparate über keine beweglichen Teile verfügen, zeichnen sie sich durch eine lange Lebensdauer aus. Eine weitere Besonderheit ist, daß sie bei gleicher Leistung deutlich weniger Platz benötigen. Dazu Georg: „Ein Unternehmen wollte seine Produktion auf statische Mischer umstellen. Bisher arbeitete man mit 25 großen Rühraggregaten. Bei gleicher Mischleistung konnten sie durch einen statischen Mischer mit einer Länge von 1 m und einem Durchmesser von 100 mm ersetzt werden.“
Statische Mischer lassen sich überall dort effizient einsetzen, wo große Stoffmengen kontinuierlich aufzuarbeiten sind. Beim diskontinuierlichen Mischen ist der Einsatz dieser Anlagen aufgrund ihrer komplizierten Anfahrphase nur bedingt möglich.
Georg betont, daß es bei den statischen Mischern keine Standardlösungen gibt. Sein Unternehmen hat 300 bis 400 Ausführungen von statischen Mischern, die für verschiedene Anwendungen entwickelt worden sind. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihren Abmessungen und Geometrien, sondern auch hinsichtlich der Werkstoffe, aus denen sie gefertigt sind. Die Palette reicht von PTFE, PVC oder Polypropylen über verschiedene Stahlqualitäten, Titan und Tantal bis hin zu Glas und Keramik.
Die große Variationsbreite der Fluitec-Mischer ermöglicht ihren Einsatz in unterschiedlichsten Branchen, beispielsweise in der Chemie und Petrochmie, der Lebensmittelindustrie, der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologie, der Kunststoffverarbeitung sowie in der Abwasseraufbereitung.
Die ersten statischen Mischer, die von Fluitec entwickelt, gebaut und vermarktet wurden, waren die der CSE-Baureihe (Abb. 2). Diese robusten, kurzen und ursprünglich aus Gußeisen gefertigten Mischelemente eignen sich besonders für Flüssigkeiten niedriger und mittlerer Viskosität. Sie lassen sich aber auch für die Begasung von Flüssigkeiten oder für die Herstellung von Dipsersionen, beispielsweise mit abrasiven Feststoffen, einsetzen. Selbst bei hochviskosen Medien zeichnen sie sich durch eine sehr gute Stabilität aus (Abb. 3).




