Die Anspielung auf den Markgrafen, den Karl, der Große, als Grenzwächter einsetzte, war unvermeidlich. Marggraf (1709 – 1782) wurde durch seine Entdeckung Direktor der Physikalisch-Mathematischen Klasse der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Er war es auch, der auf die Idee kam, Ameisen zu destillieren, nutzte Berliner Blau als Eisennachweis und „spendierte“ dem Stadtteil Gesundbrunnen seinen Namen.
Es blieb aber seinem Schüler Franz Carl Achard vorbehalten, die Zuckerproduktion zu industrialisieren. Er baute eine Rübenzuckerfabrik auf und lieferte ab 1802 deutschen Zucker. Allerdings zunächst nur vier Jahre, dann brannte die Fabrik im napoleonischen Krieg ab. Es geht das Gerücht, dass englische Rohrzuckerfabrikanten den finanziell klammen Achard zu bestechen versuchten, damit er seine Forschungen einstellt. 1830 gab Deutschland dann aber Vollgas mit der kontinentalen Zuckerproduktion und das Zuckermonopol löste sich auf wie süße Kristalle in heißem Tee.




