dei: Welche Unternehmen gehören neben Hochdorf Nutritec zur Hochdorf-Gruppe?
Paukert: Das sind die Multiforsa AG in Steinhausen und die Schweizerische Milch-Gesellschaft AG in Sulgen. Allerdings befinden wir uns gerade in einer Phase der Umorganisation. Wir werden unsere mehrdimensionale Matrixorganisation durch eine flache Holdingstruktur ersetzen. Momentan haben wir noch drei Unternehmen und fünf Geschäftsfelder. Daraus resultieren Überschneidungen und Doppelspurigkeiten. Deshalb haben die Aktionäre Mitte Mai dieses Jahres die Gründung der Hochdorf-Holding beschlossen. Unter ihrem Dach wird es ab 1. Januar 2006 fünf Wertschöpfungs-AGs und eine Produktions-AG geben.
dei: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt die Gruppe, und welcher Umsatz wurde im Geschäftsjahr 2003/2004 erreicht?
Paukert: Insgesamt beschäftigt die Gruppe 449 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2003/2004, das ausnahmsweise 14 Monate lang war, hat sie 388,3 Mio. sFr umgesetzt. Im laufenden, zwölfmonatigen Geschäftsjahr wollen wir einen von rund 365 Mio. sFr erzielen.
dei: Im vergangenen Jahr ist die Hochdorf-Gruppe eine Partnerschaft mit dem Schweizer Lebensmittelproduzenten Hero eingegangen. Wie kam es dazu?
Dr. Hochstrasser: Im Frühjahr 2004 hat die Wander AG ihren Babyfood-Bereich, zu dem u.a. die Marken Adapta und Céralino gehören, an die Lenzburger Hero-Gruppe verkauft. In diesem Zusammenhang hat Wander die Produktion von Gläschen- und Trockennahrung an den Standorten Neuenegg und Bern aufgegeben und an Hero übertragen. Zwischen Wander und uns bestanden langjährige Geschäftsbeziehungen, weil wir die getrockneten Säuglingsmilchen lieferten. Diese werden in Hochdorf und Sulgen hergestellt. Hero stand nun vor der Entscheidung, eine eigene Produktionsstätte für Kindernährmittel in Lenzburg zu errichten oder dieses Projekt mit uns zu realisieren. Man entschied sich für den zweiten Weg und für Hochdorf als Produktionsstandort. Hier entstand in nur sechs Monaten eine komplette, vollintegrierte Kindernährmittelfabrik. Den hierfür notwendigen Platz konnten wir durch die Zentralisierung und Auslagerung unserer Logistik bereitstellen.
dei: Welche Aufgabenverteilung beinhaltet diese Partnerschaft?
Paukert: Wir sind für Produktion und Qualitätssicherung verantwortlich. In den Händen von Hero liegen die Distribution und Vermarktung der Produkte sowie der große Bereich der Produktentwicklung.




