DLG-Food Industry – so heißt ein neues Veranstaltungsformat der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), das am 3. und 4. Dezember in Berlin Premiere feierte. Das Zukunftsforum stand unter dem Thema „Digitale Transformation der Food Supply Chain“. Auch Bundesministerin Julia Klöckner war vor Ort.
Unter dem Namen DLG-Food Industry informiert die DLG in unterschiedlichen Formaten über aktuelle Themen und Entwicklungen der Food-Branche. Gleichzeitig handelt es sich hierbei um eine Networkingplattform für Experten entlang der Food Supply Chain.
Schirmherrin Julia Klöckner
Die Auftaktveranstaltung Anfang Dezember in Berlin wurde von Julia Klöckner eröffnet. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft war Schirmherrin des Zukunftsforums, zu dem mehr als 100 Vertreter aus Handel, Produktion, Forschung und IT kamen.
Fazit der Veranstaltung: Nur wenn es gelingt, die digitalen Prozesse in der Food Supply Chain stärker zu verzahnen, kann das große Potenzial auch ausgeschöpft werden.
Möglichkeiten der digitalen Transformation
Mit innovativem Datenmanagement, smarten Technologien und flexiblen Produktionsverfahren bietet die digitale Transformation die Möglichkeit, Lebensmittel noch besser und schneller Verbraucherwünschen anzupassen – bis hin zum personalisierten Lebensmittel.
Nach den Worten von Klöckner verändern digitale Technologien das Einkaufen grundlegend. „Sie helfen, Produkte transparenter und sicherer für die Verbraucher zu machen, sorgen für direkte Vernetzung zwischen Kunden und Herstellern.
Chancen der Blockchain-Technologie nutzen
Große Bedeutung misst Klöckner der Blockchain-Technologie zu. Denn sie, so die Ministerin, „ermöglicht es jeden Transport- und Verarbeitungsschritt fälschungssicher nachzuvollziehen. Deshalb wird mein Ministerium diese innovative Technologie massiv vorantreiben. Zu den digitalen Innovationen gehören ebenso intelligente Verpackungen, deren Entwicklung wir mit über 3 Mio. Euro fördern werden“. Letztere zeigen unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum an, ob Lebensmittel noch genießbar sind Auch das steigert die Produktsicherheit und verringert Lebensmittelabfälle.
Verzahnung der digitalen Prozesse
Um die Chancen der Digitalisierung sinnvoll und wirtschaftlich zu nutzen, bedarf es nach Aussage von Prof. Dr. Katharina Riehn, Vorsitzende des DLG-Fachzentrums Lebensmittel, einer engeren Verzahnung der digitalen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Nur dann können die zahlreichen Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden, zu denen allen voran die Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung zählt, die in den nächsten Jahren die Acht-Milliarden-Marke überschreiten wird. „Deshalb brauchen wir einen gesteigerten Einsatz neuer Technologien, wie KI oder Blockchain“, bekräftigte auch Christian Schultze-Wolters von IBM Deutschland, dem Hauptsponsor der DLG-Food Industry.




