Das Continuous Manufacturing bahnt sich seinen Weg in die Solidaproduktion von Nahrungsergänzungsmitteln. Wie unterschiedliche Ausgangsmaterialien in einen stabilen Produktionsprozess gebracht werden können, zeigt ein Blick auf das kontinuierliche Verarbeitungssystem FE CPS.
Das Verfahren der kontinuierlichen Fertigung setzt sich aufgrund zahlreicher prozesstechnischer Vorteile zunehmend als Alternative zum Batch-to-Batch-Verfahren durch. Auch die Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) betrachtet das Verfahren als zukunftsweisendes, qualitätsgetriebenes Instrument zur Modernisierung der Nahrungs- und Arzneimittelproduktion. Aus guten Gründen, denn Continuous Manufacturing ist aufgrund integrierter Prozesse in der Regel effizienter und prozesssicherer als viele Batch-Verfahren. Das Anlagendesign ist – entgegen manchen Vorbehalten – platzsparend realisierbar und die Bedienung einfach zu erlernen.
Direktverpressung neu gedacht
In einer mehrjährigen Entwicklungsarbeit hat Fette Compacting die kontinuierliche Tablettenproduktion per Quality-by-Design von Grund auf neu gedacht. Bevorzugtes Verfahren ist die Direktverpressung, weil sie ein breites Anwendungsspektrum eröffnet, das sich mit einer raum- und ressourcenschonenden Anlagenplanung kombinieren lässt. Daraus ist schließlich das kontinuierliche Verarbeitungssystem FE CPS (Continuous Processing System) hervorgegangen, das zusammen mit einer Tablettenpresse und einem Bedienterminal eine vollständige kontinuierliche Direktverpressungslinie bildet. Durch die Erprobung verschiedenster material- und prozessbezogener Szenarien ist die Linie in der Lage, ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen in einem variablen Durchsatzbereich von fünf bis 200 Kilogramm pro Stunde zu verarbeiten. Sie kann bis zu sechs unterschiedliche pulverförmige Ausgangsmaterialien genau dosieren, mischen und an den nachgelagerten Tablettierprozess übergeben. Die gesamte Anlage ist auf nur einer Ebene in bestehende Produktionsräume integrierbar.
Fünf Prozessschritte
Das Produktionsverfahren lässt sich in fünf Prozessschritte gliedern:
1. Material zuführen: Schon die Zufuhr entscheidet über eine reibungslose kontinuierliche Tablettenproduktion. Kommen hierbei Pulver mit besonderen Eigenschaften – etwa bei Dichte, Fließfähigkeit, Kohäsion oder Adhäsion – zum Einsatz, ist der Prozess der Nachfüllung anfällig für Anhaftungen, Brückenbildungen oder andere Pulverphänomene. Für einen zuverlässigen Betrieb sorgt bei der FE CPS daher ein spezielles Design: Die Öffnungen der Materialzufuhr von einzelnen Zutaten oder Vormischungen verfügen über ein eigens entwickeltes automatisches Nachfüllsystem (Automatic Refill System, ARS) mit speziellen Schnecken. Auf diese Weise gelangt selbst anspruchsvolles Rohmaterial gleichmäßig in den Dosierprozess.




