Modified Atmosphere Packaging (MAP) liegt im Trend. Während des Verpakkungsprozesses wird die Umgebungsluft in der Verpackung durch Gas oder durch ein Gasgemisch ersetzt. Die Gaszusammensetzungen sind dabei so unterschiedlich wie die verschiedenen Produkte, die unter modifizierter Atmosphäre verpackt werden. Zur Erzeugung der Gasgemische werden heute in den meisten Fällen Gasmischsysteme verwendet. Moderne Gasmischsysteme erzeugen äußerst präzise Gemische, lassen sich in verschiedene Arten von Verpackungsmaschinen integrieren, verbrauchen wenig Energie und sind wartungsarm. Vor allem aber bieten sie dem Anwender eine hohe Flexibilität. Auf Knopfdruck lassen sich in kürzester Zeit verschiedene Gemische in einer Verpackungslinie realisieren, je nachdem, welche Zusammensetzung das jeweilige Produkt erfordert. Zudem ergeben sich durch die Verwendung von Einzelgasen wie CO2 und N2 deutliche Kostenvorteile verglichen mit dem Einsatz von Fertiggemischen.
Zur umfassenden Qualitätssicherung bereits während des Verpackungsprozesses können Gasmischsysteme mit Gasanalysatoren kombiniert werden. Dabei lassen sich im Wesentlichen drei Anwendungsarten unterscheiden: Zum einen die Analyse im Gasbehälter bei Tiefziehverpackungsmaschinen oder Traysealern. Dabei ist ein Gasanalysator zur permanenten Überwachung des Gasgemisches in das Gasmischsystem integriert. Zwischen Gasmischer und Verpackungsmaschine speichert ein Pufferbehälter das Mischgas, das taktend von der Maschine entnommen wird. Der Gasanalysator überwacht laufend die korrekte Zusammensetzung des Gasgemisches im Pufferbehälter.
Zum anderen die Analyse bei Tiefziehverpackungsmaschinen oder Traysealern in der Kammer. Die Überwachung des Gemisches erfolgt nicht im Pufferbehälter, sondern direkt in der Kammer der Verpackungsmaschine. So kann eine nachträgliche Abweichung vom korrekten Gasgemisch, etwa durch Undichtigkeiten der Kammer, erkannt und vermieden werden. Drittens wird bei Schlauchbeutelverpackungsmaschinen mittels einer Lanze während des Einbringens der Schutzatmosphäre in die Verpackung eine Probe aus der Verpackungskammer gezogen und die Einhaltung des gewünschten Gasgemisches vom Gasanalysator überwacht.
Im Anschluss an den Verpackungsprozess wird mittels Stichprobe die Gaszusammensetzung in der Verpackung kontrolliert. Diese Art der Qualitätskontrolle wird bei nahezu allen Unternehmen durchgeführt, die mit modifizierten Atmosphären verpacken. Einer der meistverwendeten Analysatoren ist das tragbare Modell Oxybaby von Witt-Gasetechnik. Mit einer Nadel wird eine Probe aus der Verpackung entnommen. Je nach Anforderung kann der Sauerstoff- und/oder der Kohlendioxidgehalt ermittelt werden. Hochwertige Analysatoren wie das Oxybaby benötigen nur eine sehr geringe Gasmenge von weniger als 2 ml und eignen sich so auch für Verpackungen mit einer sehr kleinen Menge an Schutzgas. Ebenso können die Messdaten Produkten, Verpackungslinien und Anwendern zugeordnet werden. Alle Daten werden im Gerät gespeichert und lassen sich zur vollständigen Dokumentation der Qualitätskontrolle exportieren.




