Die ersten Lösungsansätze hin zu einem modularen System waren bei Frewitt vor sechs Jahren nach der Lancierung der konischen Siebmühle Coniwitt klar sichtbar: Auf derselben Maschine konnte der Mühlenkopf der Coniwitt-150, die für einen Durchsatz von max. 1500 kg/h ausgelegt ist, gegen einen Mühlenkopf der Coniwitt-200 mit maximalem Durchsatz von 2200 kg/h einfach ausgewechselt werden, ohne die Implementierungen des Systems dabei verändern zu müssen. Seit diesem ersten Ansatz wurde in der Entwicklungsabteilung intensiv an einem modularen System gearbeitet, das nicht nur die konische Zerkleinerung von Pulvern und Granulaten, sondern auch das Kontrollsieben und Feinvermahlen in einer Maschine vereinen sollte.
Im Klartext ging es darum, die konische Siebmühle mit drehendem Rotor mittlerer Drehzahlen einschließlich der zylindrischen Siebmühle mit drehendem Stator geringer Drehzahlen und der Hammermühle hoher Drehzahlen in ein modulares System zu packen. Als Schnittstelle wurde der Antriebsarm definiert, der das ganze Antriebs- und Steuersystem mit dem Mahlsystem mechanisch und elektrisch verbindet. Das Konzept der Steuerung und Bedieneroberfläche wurde kom-plett überarbeitet, um den Automatisie-rungsgrad erhöhen und die SPS der Siebmühle in übergeordnete Systeme integrieren zu können. Die praxisbewährte Funktionsweise der drei Mahlverfahren wurde nicht angetastet, das Design vor allem der Hammermühle erfuhr jedoch einige Neuerungen. Dazu gehören Monoblockgehäuse, innenliegende Kabel und Sicherheitsabfrage.
Die Coniwitt ist eine Siebmühle in CIP-Ausführung. Sie kann zum Desagglomerieren und Vermahlen von Trocken- und Nasspulvern benutzt werden. Der Partikelgrößenbereich liegt zwischen 5 cm und 150 µm. Der Rotor ist mit runden oder eckigen Armen ausstattbar, und es können Siebe mit runden oder eckigen Öffnungen oder Raspeln eingesetzt werden. Das Down-driven-Konzept der Coniwitt sorgt für einen unbehinderten Produktfluss und das modulare Konzept erleichtert die Integration in eine Gesamtanlage.
Die Hammermühle Hammerwitt ist für höhere Drehzahlen und kleinere Partikelgrößen von 2 cm bis 30 µm ausgelegt, hat einen einseitig gelagerten Rotor, der auf die Schlagseite (Hammer) oder Schnittseite (Messer) gedreht werden kann. Die einseitige Lagerung des Rotors sorgt dafür, dass sich das Produkt nur gering erwärmen kann. Mit der Messerseite des Rotors lassen sich faserige und mit der Schlagseite harte und kristalline Produkte vermahlen.
Hauptmerkmal und Hauptvorteil der Turbowitt ist die rotierende Siebtrommel. Die auf das Sieb einwirkenden Fliehkräfte und die beiden festmontierten Statorarme befördern das Produkt schonend durch die Sieböffnungen, was einerseits die Brückenbildung des Mahlguts verhindert und andererseits die Erwärmung des Produkts auf ein Minimum reduziert. Der erzielbare Partikelgrößenbereich liegt bei 1 cm bis 150 µm.




