Seit 1871 nutzt Aarhus Oliefabrik stets moderne Technologien für die Raffination von Pflanzenölen. Am Hauptproduktionsstandort in der dänischen Stadt Aarhus erzeugt das Unternehmen ein breites Sortiment an speziellen Pflanzenölen. Als Teil der Wachstumsstrategie wurde 1999 die Entscheidung gefällt, in Aarhus eine neue Pflanzenölproduktionsanlage zu bauen.
Um eine optimale Automatisierungslösung für die neue Produktionsanlage schon während der Planung zu berücksichtigen, untersuchten die Ingenieure von Aarhus Olie bereits im Vorfeld die derzeit verfügbaren Technologien. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung wurde entschieden, eine moderne Feldbustechnologie mit offener Architektur, leichter Programmierbarkeit, schneller Inbetriebnahme und hoher Funktionalität für die Anlagenfahrer einzusetzen. Zusätzlich wurden eine modulare Bibliothek, Faceplates und Automationstaktiken festgelegt, um eine gleichartige Struktur in der gesamten Anlage zu sichern.
Nach einer Bewertung der möglichen Lieferanten entschloss sich Aarhus Olie dazu, die digitale Anlagenarchitektur PlantWeb mit DeltaV als Prozessleitsystem sowie mit der Foundation-Fieldbus-Kommunikationstechnologie einzusetzen. „Wir sind sicher, dass die PlantWeb-Architektur von Emerson allen nur denkbaren Anforderungen an ein modernes Automationssystem für die Nahrungsmittelindustrie entspricht“, erläutert Jens Quist, Ingenieur für Prozessautomatisierung bei Aarhus Olie.
Seit 2001 in Betrieb, ist die neue Anlage mit einem zentralen Kontrollraum für zwei Operatoren ausgestattet, wobei jedes Operatordesk mit zwei DeltaV-Systemmonitoren ausgerüstet ist. Daneben verfügt das System über eine weitere Operatorstation im explosionsgefährdeten Bereich der Anlage sowie über sieben DeltaV-Controller, die sich an verschiedenen Positionen in der Anlage befinden.
Integriert in das DeltaV-System wurde das Softwarepaket AMS zur vorbeugenden Wartung und Instandhaltung. Diese Software kommuniziert über den Foundation-Fieldbus mit den intelligenten Feldgeräten, führt Installationen und Konfigurationen durch und überwacht permanent den Funktionszustand der Feldgeräte.
Diese Fondation-Fieldbus-Installation verfügt über 16 Segmente zur Anbindung von Feldgeräten und Ventilen. Typisch ist der Anschluss von vier Feldgeräten über eine Anschlussbox im Bereich der Extraktionsanlage. Bild 2 zeigt eine solche Installation im explosionsgefährdeten Bereich mit einem Coriolis-Durchflussmessgerät von Micro Motion, einem Fisher-Regelventil mit dem digitalen Ventilregler Fieldvue sowie einem Rosemount-Temperaturtransmitter, der über eine Klemmenbox angeschlossen ist. Feldgeräte anderer Lieferanten sind gleichfalls an den Foundation-Fieldbus angekoppelt. Diese Art der Installation sowie das Nutzen der AMS-Software führten zu signifikanten Kosteneinsparungen bei der Inbetriebnahme und dem Test der Anlage sowie bei der Dokumentation.




