König Ludwig II. war nicht nur ein leidenschaftlicher Schloss-bauherr, sondern auch ein Gourmet mit einer Vorliebe für Eisspezialitäten. Vor diesem historischen Hintergrund hatte das Haus Wittelsbach nach einem Lizenznehmer gesucht, der unter dem Namen des Königs ein hochwertiges Speiseeis produziert. Die Wahl fiel auf die Florida-Eis Manufaktur, bekannt durch das gleichnamige Premiumeis. Das Berliner Unternehmen kreierte die neue Produktlinie König Ludwig Glace Royale, die nach Ludwigs Vorbild die Köstlichkeiten der französischen Patisserie und der bayerischen Süßspeisen vereint. Das Sortiment umfasst zunächst zehn Sorten mit illustren Bezeichnungen wie Bayrisch Crème mit feinem Holunder, Duett von Joghurt und Marille oder Intensive Kirsche.
Den königlichen Ansprüchen genügt auch die Verpackung. Die dunkelblauen, aluminiumbeschichteten Pappbecher mit einem Füllvolumen von 500 ml sind hochwertig bedruckt mit dem Namen und Konterfei König Ludwigs II. sowie dem Wittelsbacher Wappen. Vor der Markteinführung des Produkts im Herbst 2014 installierte die Florida-Eis Manufaktur eine eigene Verarbeitungslinie mit einem Ausstoß von 40 Verpackungen pro Minute. Von Ishida stammen die Systeme für die Qualitätskontrolle.
Um das richtige Gewicht zu garantieren, passieren die Eisbecher nach manueller Abfüllung und automatischer Verdeckelung eine Kontrollwaage DACS-W von Ishida. Dank platzsparender Bauweise konnte die Maschine einfach in die Linie integriert werden. Die Hochgeschwindigkeitswägezelle hat eine Genauigkeit von 0,2 g; ein spezielles System kompensiert Bodenvibrationen. Ein pneumatischer Arm sortiert fehlgewichtige Eisbecher aus. Nützliche Diagramme und Histogramme dienen der Überwachung der Produktion. Weitgehend wartungsfrei wird die Kontrollwaage am Touchscreen bedient, schnelle Formatwechsel ermöglichen die 100 Produktparameterspeicher. Die Transportbänder sind für Reinigungszwecke werkzeuglos abnehmbar.
Für das König Ludwig Glace Royale war darüber hinaus eine Fremdkörperkontrolle mit maximaler Sicherheit verlangt. Ein Metalldetektor kam nicht infrage, weil die Pappbecher eine Aluminiumbeschichtung haben, um einen silbernen Glanzeffekt zu erzielen. Außerdem sind die in der Produktion möglicherweise auftretenden Fremdkörper nicht ausschließlich metallischer Art, sondern es kann sich auch um Steine oder Kunststoff handeln. All diese Arten von Verunreinigungen entdeckt zuverlässig das am Ende der Linie installierte Ishida-Röntgenprüfsystem IX-GA-4075. Außerdem spürt das System in dem -7 °C kalten Speiseeis auch sehr kleine Fremdkörper aus verschiedenen Metallen auf. Die Kontrolle funktioniert unabhängig von Temperatur und Wassergehalt der Lebensmittel.
Die patentierte Technik des Ishida-Röntgenprüfsystems basiert auf einer Software mit einem lernenden genetischen Algorithmus: Durch die Bilddatenanalyse über mehrere Generationen hinweg erreicht die Maschine eine sehr hohe Prüfgenauigkeit. Da in der Eisherstellung zumeist wiederkehrende Kontaminationen auftreten, kann das System mit jedem Prüfvorgang ein präziseres Protokoll für den Abgleich erstellen. Eine Datenprotokollierung sammelt wertvolle optische und numerische Informationen und hilft, permanente Fehlerquellen zu beseitigen. So gelingt der Florida-Eis Manufaktur der Nachweis über ordnungsgemäße Produktions- und Verpackungsvorgänge. Das einfach zu bedienende Röntgenprüfsystem verfügt über ein automatisches Set-up und ist binnen 90 s einsatzbereit. Feinjustierungen können bei laufender Produktion vorgenommen werden. Die Reinigung erleichtert eine hygienefreundliche Konstruktion in offener Rahmenbauweise gemäß Schutzart IP 65. Bis zu 100 programmierbare Voreinstellungen ermöglichen einen schnellen Produktwechsel.




