Die Ehrmann SE in Oberschönegg im Allgäu, ihres Zeichens Großmolkerei, stand vor der Aufgabe, ihre Hygieneschleusen zu erneuern. Die Lösung sollte in der Lage sein, die Trennung reiner Bereiche von unreinen zu garantieren, und gleichzeitig effizient sein. Die Wahl fiel auf die Reinigungsfelder Profilgate in Kombination mit weiterer Hygienetechnik.
Es hat sich viel getan in den Hygieneschleusen der Molkerei Ehrmann. Wo zuvor klassische Sohlenreinigungsanlagen mit Trittstufen standen, präsentiert sich der Personalzugang nun ebenerdig. Ähnlich sieht es in der Hauptschleuse zu den Umkleidekabinen aus. Auch hier verraten blaue Borsten, die zwischen Edelstahlrosten hervorschauen, dass eine hygienische Sohlenreinigung stattfindet. Die Barriere ist verschwunden.
Ehrmann entschied sich für die Reinigungsfelder Profilgate. Diese Lösung der Heute Maschinenfabrik GmbH & Co. KG ermöglicht die Reinigung und Desinfektion von Sohlen und Rollen, ohne dass Betriebsabläufe verlangsamt werden. Möglich ist das durch patentierte Bürstenleisten, die vorgespannt eingebaut werden und deren versetzte Bürsten aktiv arbeiten, wenn sie belastet werden. Das ermöglicht eine Reinigung, indem man über das Feld geht. Die Reinigungsfelder arbeiten ohne Strom – das ist nicht nur nachhaltig, sondern vereinfacht Prozesse in der Nassreinigung erheblich.
Christian Ott, Projektverantwortlicher bei Ehrmann: „Wir wollten weg von den rotierenden Bürsten. Das bedeutete für uns eine Reduzierung der Unfallgefahr. Und weniger anfällig ist Profilgate auch, da es über keine Elektrik und keine Antriebe verfügt.“
Teil der Hygieneschleusen
Der Geschäftsführer der Friedrich Sailer GmbH, Christoph Mützel, hatte diese Vorteile bei der Planung auch auf dem Schirm. Sein Unternehmen hat Ehrmann mit den Reinigungsfeldern Profilgate und weiteren Anlagen ausgestattet und die neuen Schleusen gemeinsam mit der Heute Maschinenfabrik konzipiert. „Ehrmann hat zudem die Möglichkeit gewonnen, die funktionalen Flächen der Sohlenreinigung auch als Transport- oder Fluchtweg zu nutzen“, erklärt Mützel. Die Drehkreuze in der Schleuse sind deshalb mit der Anlage verbunden, sodass sie im Brandfall den Weg freigeben. Zudem kommen die Reinigungskräfte nun auch mit ihren Wagen durch und die Rollen der Wagen werden im Vorbeigehen gereinigt.
Darüber hinaus stellen die ebenerdigen Reinigungsfelder kein Hindernis für ältere und gehbehinderte Personen dar, was wiederum die Unfall- und Stolpergefahr senkt. Mützel: „Bei aktuellen Neuplanungen und Erneuerungen von Hygieneschleusen kommt der Betrachtung von ergonomischen Aspekten zunehmend eine große Bedeutung zu. Mitarbeiter von Lebensmittelbetrieben passieren täglich mehrfach die Hygieneschleusen. Eine besondere Berücksichtigung ergonomischer Aspekte macht diesen Arbeitsschritt angenehmer und effizienter.“




