Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) meldet oft mehrmals in der Woche Rückrufaktionen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Bakterielle Verunreinigungen in den Produktions-, Transport- und Verpackungsprozessen sind eine der möglichen Ursachen. Hygienegerechtes Anlagendesign minimiert die Kontaminationsrisiken. Die Edelstahlsensoren und -systemlösungen von Sick geben Keimen und Bakterien keine Chance.
Die Maschinen und Anlagen in der Lebensmittelindustrie lassen sich unter dem Aspekt möglicher Kontaminationsrisiken in drei Gefährdungszonen einteilen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die dort einzusetzenden Komponenten. Die Zone C ist der Non-Food-Bereich einer Maschine, in dem Sensoren beispielsweise durch Abdeckungen geschützt oder so montiert werden können, dass sie in keinen Kontakt zum Lebensmittel kommen. In dieser Zone können somit Standardsensoren eingesetzt werden, die wirtschaftlich effiziente Automatisierungslösungen ermöglichen. Der Bereich einer Maschine, in dem außen liegende Flächen und Anlagenteile mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln gereinigt werden, stellt die Zone B dar. Hier übersteigt das Reinigen und Desinfizieren – beispielsweise mit tensidhaltigen, sauren, Chlor- und chloralkalischen Schaumreiniger oder neutralen, hypochlorit- oder peressigsäurehaltigen Desinfektionsmitteln – sowie der Einsatz von Hochdruckreinigern mit Drücken zwischen 80 und 100 bar die Eignungsgrenzen von Standardsensoren. Die optimalen Lösungen bieten hier Edelstahlsensoren und -komponenten im Wash-down-Design. Sie bieten die erforderliche Robustheit und sind konstruktiv so ausgelegt – beispielsweise durch schräge Flächen oder verrundete Kanten, dass Reinigungs- und Desinfektionsmedien weitestgehend rückstandsfrei ablaufen können. Auch in der Zone A, in der Sensoren in unmittelbarer Nähe zum Produkt zum Einsatz kommen, verlangen ihnen die Reinigungs- und Desinfektionsabläufe alles ab. Hinzu kommen jedoch besondere Hygienanforderungen sowie die Einhaltung hygienerelevanter Empfehlungen, Standards, Normen, Verordnungen und Vorschriften.
Korrosionsfest und leicht zu reinigen
Hygienegerechte Sensoren von Sick glänzen nicht nur durch ihr Edelstahlgehäuse, sondern auch durch ihre chemische und thermische Widerstandsfähigkeit sowie Dichtigkeit. Das Portfolio bietet hygienegerechte Lösungen für die flexible Automatisierung, die Absicherung von Maschinen und Prozessen, für die Qualitätskontrolle sowie für Identifikationsanwendungen. Was den Aspekt der Materialbeständigkeit gegen chemische Stoffe, Medien und Gase betrifft, zeichnet sich der für Gehäuse und Befestigungskomponenten verwendete Edelstahl 1.4404/AISI 316L durch höchste Korrosions- und Druckfestigkeit aus. Gleichzeitig fördert der Werkstoff die natürliche Absterberate von Bakterien und anderen Mikroorganismen auf der Oberfläche der Komponenten. Zudem wird durch Bearbeitungsverfahren wie die Elektropolitur für Hygieneanwendungen die Oberflächenrauheit auf einen Wert von Ra = 0,8 µm reduziert. Dadurch sinkt das Anhaftungsvermögen von Produkt- und Medienresten sowie Keimen. Silikondichtungen, mit denen Sick beispielsweise bei Lichtschranken ein doppeltes Dichtungskonzept realisiert, verfügen über eine sehr breite chemische und thermische Beständigkeit. Darüber hinaus gehen mit Hygienedesign immer auch konstruktive Maßnahmen einher. Ein konsequent spaltfreies Gehäusedesign, glatte Übergänge zu Frontscheiben, Bedien- und Visualisierungskomponenten am Sensor sowie gerundete Kanten und schräge Flächen verfolgen das Ziel, Rückstandsnester und damit Nährböden für Bakterien und andere Mikroorganismen zuverlässig und dauerhaft zu vermeiden.




