Von Natur aus haben Getreideprodukte einen hohen Ballaststoffgehalt. Werden sie mit prebiotischen Ballaststoffen wie Inulin und Oligofructose angereichert, kann der Ballaststoffanteil noch weiter erhöht werden. So leisten sie einen nachweislichen Beitrag zu Darmgesundheit und allgemeinem Wohlbefinden. Prebiotika dienen unseren körpereigenen Bifidobakterien als Nahrung und sorgen so für eine ausgewogenere Darmflora. Eine besondere Kombination aus Beneo-Inulin und Beneo-Oligofructose – auch Orafti Synergy1 genannt – verbessert außerdem die Mineralstoffaufnahme. Da diese Wirkung wissenschaftlich belegt ist, können sogar Auslobungen wie „Verbessert die Kalziumaufnahme“ genutzt werden.
Inulin und Oligofructose sind als natürliche Ballaststoffe in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Für die industrielle Verwendung werden sie durch Heißwasserextraktion aus der Zichorienwurzel gewonnen, um dann als natürlicher Inhaltsstoff das Nährwertprofil von Lebensmitteln und Getränken zu verbessern. Im Gegensatz zu lebenden probiotischen Bakterienkulturen sind diese Prebiotika unempfindlich gegen Hitze und Kälte sowie prozessstabil. Sie können deshalb in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.
Auch in Cerealienprodukten sind die Einsatzmöglichkeiten von Beneo-Inulin und Beneo-Oligofructose vielfältig: Sie eignen sich für Extrudate genauso wie für Flakes, Müsli sowie gecoatete Cerealien und nicht zuletzt für Cerealienriegel. Während Inulin vor allem den Ballaststoffanteil erhöht und Textur und Knusprigkeit verbessert, ersetzt Oligofructose zusätzlich einen Teil des Zuckers. Dadurch kann das Endprodukt je nach Rezeptur auch als zuckerreduziert vermarktet werden.
Beneo-Inulin ist geschmacksneutral und verändert das sensorische Profil des Endprodukts nicht. Beneo-Oligofructose hingegen ist leicht süß und fungiert deshalb als Zuckerersatz, hat aber noch weitere technologische Vorteile. Sie ist in kristalliner Form oder als Sirup erhältlich, ihre sehr hohe Löslichkeit liegt sogar über der von Zucker. In gebackenen Produkten trägt Oligofructose zu einer gleichmäßigen Bräunung der Oberfläche bei. Besonders in Müsliriegeln unterstützt sie die Frischhaltung und hält das Produkt weich, was vor allem für Rezepturen mit einem hohen Anteil an feuchtigkeitsbindenden trockenen Pulvern wie Proteinen und unlöslichen Ballaststoffen wichtig ist. Mit einer Kettenlänge von zwei bis 60 Einheiten ist Inulin weniger löslich als Oligofructose und daher gut geeignet, einem Riegel Struktur zu verleihen.
Beneo-Inulin und Beneo-Oligofructose werden in Cerealien in der Regel eingesetzt, um das Nährwertprofil zu verbessern. Für eine optimale Ballaststoffzufuhr ist auch ein ausgewogenes Verhältnis löslicher und unlöslicher Ballaststoffe wichtig. Extrudate mit sehr hohem Ballaststoffgehalt, bei denen ausschließlich unlösliche Ballaststoffe eingesetzt werden, sind oftmals sehr hart und werden schwerlich als Genussprodukte gelten.




