Ob Chips, Kartoffeln, Obst oder Gemüse – wenn Produkte verpackt werden müssen, sind die wichtigsten Anforderungen hohe Verlässlichkeit, lange Betriebszeiten und die Möglichkeit, das System schnell auf verschiedene Chargen einzustellen. Das größte Geschäftsfeld von Quin Systems ist es, mechanische Systeme durch eine elektronische, softwaregesteuerte Lösung zu ersetzen. Hierbei haben sich insbesondere die Lösungen des Unternehmens für Schlauchbeutelverpackungsmaschinen bewährt. Das Ergebnis ist ein System, das bis auf die primären Bewegungen keine mechanischen Teile mehr enthält. Die einzelnen Komponenten der Lösung sind Q-Drives, Servonet, Q-Manager sowie ein Touchscreen für die Bedienung und die Anzeige von Diagnosen. Für die Ferndiagnose ist das System zusätzlich mit einem Modem ausgestattet. Dieses Standardsystem enthält eine Software, die für die Mehrzahl an Bewegungen, Synchronisation und Anweisungen für Lospläne vorkonfiguriert ist. Durch die Umrüstung lassen sich höhere Maschinenlaufzeiten sowie eine bessere Verpackungsqualität mit reibungslosen und schnellen Loswechseln erzielen.
Die servoangetriebenen Schlauchbeutelverpackungsmaschinen erreichen Durchlaufgeschwindigkeiten von bis zu 1000 Stück pro Minute. Bei Heißsiegelmaschinen sind die Geschwindigkeiten aufgrund der für die Versiegelung benötigten Zeit natürlich begrenzt. Das operative Ziel auch bei solcher Art Verpackungsmaschinen ist es, die Betriebszeit der Maschine zu maximieren. Erreicht werden kann dies durch hohe Registrierungsgenauigkeit, Eliminierung überschüssigen Verpackungsmaterials, einfache Bedienung sowie leichte Instandhaltung.
Die Registrierungsgenauigkeit wird durch die im System beinhaltete Synchronisation erreicht. Damit ist eine wiederholte Positionierung der Wärmeversiegelungsgreifer mit einer minimalen Abweichung von nur 0,5 mm möglich. Bei konventionellen Maschinen müssen bei fehlerhafter Registrierung bedeutende Ausfallzeiten in Kauf genommen werden, um die Maschine zu säubern und manchmal auch die Greifer zu ersetzen. Mit einer elektronischen Lösung ist ein solcher Fehler ausgeschlossen.
Die Reduzierung von überschüssigem Material ist beim Verpackungsablauf eng verbunden mit der Produktqualität. Das elektronische System nutzt eine Produktfrühwarnanlage, basierend auf Einweglichtschranken. Dadurch ist zum einen gewährleistet, dass das zu verpackende Produkt immer vorhanden ist und sich zum anderen in der korrekten Position befindet, damit es ohne Fehler verpackt werden kann. Andernfalls wird das Produkt direkt durch die Maschine geführt, ohne Verpackung oder Produkte zu verbrauchen.
Auch die Möglichkeit, Partien zu ändern, ist vereinfacht. Über einen eingebauten Touchscreen kann der Bediener direkt neue Produktabmessungen eingeben oder die Maße aus einem Menü aufrufen, wenn die Partie vorher schon einmal durch das System lief und gespeichert wurde. Nach dem Wechsel der Verpackungsrolle ist die Maschine dann sofort wieder voll betriebsbereit. Auf dem Bildschirm sind Diagnose- und Warnmeldungen in Form von grafischen Diagrammen leicht abzulesen. Weitere Diagnosemaßnahmen werden mit Hilfe der Modemverbindung erleichtert. Hilfreich ist auch, dass es sich bei der Lösung um eine Standardverpackungsmaschine handelt, die sehr gut dokumentiert ist.




