Bei Leitungsnetzen, die nicht mit dem Lebensmittel in Kontakt kommen, setzt sich zunehmend die in der Haustechnik seit Jahren bewährte kalte Pressverbindungstechnik mit Systemen wie dem Edelstahl-Programm Sanpress Inox (Werkstoff-Nr. 1.4401 und 1.4408) von Viega durch, das sortenreine Installationen in Nennweiten von 15 bis 108 mm erlaubt.
Für den Einsatz des Rohrsystems Sanpress Inox spricht zum einen das hohe Maß an Wirtschaftlichkeit. Im Vergleich zum Löten oder Schweißen reduziert sich durch die Pressverbindungstechnik der Zeitaufwand für Rohrverbindungen, aber auch für den Anschluss von Ventilen, Flanschen, Übergangsverschraubungen oder Kompensatoren um bis zu 50 %.
Zudem kann die ohne offene Flamme auskommende Installationstechnik auch in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Die Fachkräfte der Instandhaltung müssen sich also weder auf unterschiedliche Verarbeitungsweisen, mit den entsprechenden Sicherheitsvorschriften, einstellen noch bei wechselnden Baustellen ständig anderes Werkzeug mit sich führen.
Ein in der Gesamtbetrachtung der Wirtschaftlichkeit nicht unwesentlicher Nebenaspekt ist darüber hinaus die reduzierte Lagerhaltung mit entsprechend verringerter Kapitalbindung, da die Sanpress-Inox-Komponenten durch einfaches Austauschen der Dichtelemente in den Fittings für fast alle gängigen Medien genutzt werden können. Standardmäßig kommen für Trinkwasser- und Heizungsinstallationen bis zu 110 °C temperaturbeständige EPDM-Dichtelemente zum Einsatz, in Niederdruck-Dampfanlagen (#120 °C und <1 bar) oder Heizungsanlagen (#140 °C und <16 bar) sind es FKM-Dichtungen. Für Gas-, Heizöl- oder Dieselkraftstoff-Rohrleitungsnetze wiederum sind die gleichen Verbindungselemente mit einem HNBR-Dichtelement lieferbar.
Gerade angesichts der speziellen Medien, die in der Lebensmittelindustrie in den Rohrleitungsnetzen geführt werden, kommt der Sicherheit der Installation ein sehr hoher Stellenwert zu. Viega hat sämtliche Verbindungselemente und Pressenden von Armaturen usw. daher mit der patentierten SC-Contur versehen. Durch diese mit dem Stahl-Innovationspreis ausgezeichnete, gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 534 zertifizierte Sicherheitskontur fällt schon bei der Dichtheitsprüfung mit steriler Druckluft oder Inertgas auf, ob eine Verpressung eventuell vergessen wurde. Teure Folgeschäden beim späteren Betrieb des Leitungsnetzes sind also ausgeschlossen.
Für die Verpressung selbst kommen elektronisch gesteuerte Pressmaschinen zum Einsatz. Damit ist sichergestellt, dass der Pressvorgang vollständig und korrekt erfolgt.
Während bei den kleineren Rohrdurchmessern zum Herstellen der Rohrverbindung mit den Presswerkzeugen auf den jeweiligen Rohrdurchmesser abgestimmte Pressbacken eingesetzt werden, hat Viega für die in industriellen Installationen häufig benötigten großen Rohrnetze in der XL-Dimension jetzt einen neuen Pressring mit Gelenkfunktion entwickelt. In Kombination mit der Gelenkzugbacke kann so auch unter ungünstigen Platzverhältnissen in nahezu jedem Winkel zum Fitting verpresst werden. Die Verpressung erfolgt dabei in einem einzigen Arbeitsgang – ohne nochmaliges Ansetzen einer besonderen Pressbacke – mit den gleichen Pressmaschinen, die auch für alle anderen Rohrdimensionen eingesetzt werden.




