Qualität und Lebensmittelsicherheit sind den Geschäftsführern besonders wichtig, ebenso wie die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produkte. Mischau war in Deutschland einer der ersten Fleischbetriebe mit ISO-9001-Zertifizierung, kürzlich gelang auch die Re-Zertifizierung nach IFS 6 auf höherem Niveau. Ausdrückliches Lob der Prüfer gab es für die IT-gestützte Rückverfolgung: „Wir haben sehr schnell alle Daten zusammen, die wir im Bedarfsfall brauchen“, erklärt Richard Mischau. Einzelhändler und Discounter wie EDEKA, Rewe, Kaufland und Penny vertrauen den Produkten seit vielen Jahren. Aber auch die Kunden aus dem Cateringbereich schätzen die Sorgfalt, mit der die Waren produziert werden. Seit vielen Jahren gibt es eine Kooperation mit dem Kultimbiss Curry 36.
Basis für die lückenlose Rückverfolgbarkeit der monatlich gut 225 t Fleisch- und Wurstwaren ist eine durchgängige Verarbeitung und Dokumentation aller relevanten Daten in der Branchensoftware von CSB-System. Die erste Erfassung findet direkt am Wareneingang statt. Wenn nachts die Fleischteilstücke und weitere Rohstoffe angeliefert werden, werden sie sofort IT-gestützt auf ihre Qualität geprüft und mit einem internen Etikett ausgezeichnet. Hierauf finden sich Artikelnummer- und Bezeichnung, Lieferant und eine eindeutige Losnummer. Diese Daten werden an CSB-Erfassungsstationen in der Chargierung und allen weiteren Produktionsstufen bis zur Preisauszeichnung lückenlos mitgeführt.
In der Kommissionierung werden die Artikel dann mit mobilen Datenerfassungsgeräten erfasst und automatisch, inklusive der Rückverfolgungsinformationen, im ERP-System verbucht. Mischkartons mit unterschiedlichen Produkten erhalten eine eigene Losnummer, die die Losnummern aller Artikel des Kartons beinhaltet. „Wir produzieren viele Produkte in kleinen Chargen. Jede Charge wird genauestens dokumentiert, sodass wir sehr schnell herausfinden können, an wen welche Ware geliefert wurde. Eine Rückrufaktion könnten wir im Ernstfall zügig organisieren“, erklärt Nadine Hildenstein, Qualitätsbeauftragte des Unternehmens.
Einen Vorteil des CSB-Systems sieht Richard Mischau in der Zukunftsfähigkeit und der Flexibilität, neue Ideen umzusetzen oder auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Die neue Lebensmittelinformationsverordnung, seit dem 13. Dezember 2014 in Kraft, habe ihm nie Kopfzerbrechen bereitet, sagt er: „Wir haben uns sehr frühzeitig mit dem Thema beschäftigt und uns auf die neue Verordnung vorbereitet, sodass wir unsere Auszeichnung rechtzeitig umstellen konnten. Sämtliche Informationen gehen automatisiert an unsere Preisauszeichner, zusätzlich stellen wir sie den verschiedenen Plattformen wie 1Worldsync zur Verfügung – auch das geschieht zukünftig automatisiert. Falls wir die Rezeptur eines Produktes weiterentwickeln, ändern sich auch die Angaben auf den Etiketten.“




