Die meisten Anwendungen in der Lebensmittelindustrie, bei denen Pulver in Flüssigkeiten gelöst oder eingemischt werden, erfolgen im Batchprozess. Das heißt, eine fest definierte und abgewogene Menge Trockenstoff wird in eine abgewogene Menge Flüssigkeit eingemischt zur Herstellung einer Dispersion, Suspension oder Lösung. Diese Art der Produktion ist dann sinnvoll, wenn unterschiedlichste Rezepturen in geringeren Ansatzgrößen über eine Anlage gefahren werden und zwischen der Rezeptumstellung die Anlage einer gründlichen Reinigung unterzogen werden muss.
Wenn es sich um Monoproduktlinien handelt, wird ein kontinuierlicher Prozess eingesetzt. Dieser hat den Vorteil, mit geringeren Reinigungszyklen auszukommen, da immer das gleiche Produkt hergestellt wird, und somit erhöht sich durch die geringer ausfallenden Stillstandszeiten deutlich der Produktausstoß. J-Tec stellt für beide Produktionsarten ein ausgereiftes System zur Verfügung, um Feststoffe in Flüssigkeiten einzusaugen.
Der Vakuummischer ist ein Chargenmischer, bei dem die Pulver unter Flüssigkeitsniveau mittels pneumatischer Saugförderung in den Mischtank eingezogen werden. Dazu wird der Mischtank, in dem die Flüssigkeit gewichtsgenau vorgelegt ist, über eine Vakuumpumpe evakuiert. Dann wird der Produkteintritt für den ersten Feststoff geöffnet und das Produkt unter dem Flüssigkeitsspiegel eingesaugt. Auf diese Weise lässt sich Schaumbildung verhindern, da kein Lufteintrag in die Mischung stattfinden kann. Außerdem wird eine Ablagerung des Pulvers im Kopfbereich und an der Wand des Mischtanks verhindert und die anschließende Reinigung gestaltet sich viel einfacher. Zum anderen erhält man eine qualitativ hochwertige Mischung, da sich die verwogenen Produktmengen komplett in der Flüssigkeit befinden und nicht an den Wandungen anhaften. Unmittelbar beim Eintritt des Pulvers in den Mischbehälter erfolgt durch das dort eingebaute Rührwerk eine Vermischung mit der Flüssigkeit. Auf diese Weise kann in kurzer Zeit ein hohes Pulver/Flüssigkeitsverhältnis erreicht werden. Durch unterschiedliche Mischereinbauten ist eine Anpassung des Mischverhaltens an die Produkte möglich, beispielsweise müssen leicht stückige Produkte sehr schonend gemischt werden, damit sie nicht zerstört werden. Der Mischtank kann doppelwandig ausgeführt werden, damit eine Kühlung und/oder Heizung der Mischungen möglich ist.
Entgegen dem Einsatz eines Chargenmischers ist der kontinuierliche Mischprozess dann sinnvoll, wenn nur eine sehr kleine Anzahl unterschiedlicher Rezepturen mit einem oder mehreren Schüttgütern hergestellt werden sollen, wie das beispielsweise bei der Herstellung von Mayonnaise und Ketchup der Fall ist. Reinigungszyklen sind dann nur sehr selten nötig, beispielsweise bei einem Rezepturwechsel oder einem geplanten Produktionsstillstand. Die Reinigung kann wie auch beim Chargenmischer entweder manuell oder automatisch im CIP-Verfahren durchgeführt werden.




