Swen Reimann
Eine zentrale Aufgabe für Unternehmen in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist die Qualitätssicherung und die Einhaltung der in den Zielmärkten gültigen Gesetzesvorgaben. Mit der PLM-Lösung Prodika von Agile Software überwachen Hersteller alle Qualitäts-, Sicherheits- und Regulierungsanforderungen effizient und sicher. Dies wird möglich, da das System sämtliche technischen Details und Spezifikationen der Produkte verwaltet. Die Daten umfassen beispielsweise Nährwertangaben, Inhaltsstoffe und Produkthinweise und dienen damit zum Überprüfen der Gesetzeskonformität fertiger Produkte. Bei Gesetzesänderungen ist es möglich, die eigenen Geschäftsprozesse und Abläufe rasch umzustellen und an neue Regularien anzupassen. Selbst länder- und kulturspezifische Inhaltsangaben verwaltet das PLM-System in den jeweiligen Landessprachen. Die verbraucherfreundliche Angabe von Inhaltsstoffen und Möglichkeiten zur Rückverfolgung der Inhaltsstoffe sind zusätzliche Aspekte, die das Produktmanagement vereinfachen.
Prodika ist darauf spezialisiert, über mehrere Ebenen der weltweiten Lieferkette hinweg für hohes Qualitätsmanagement und die Einhaltung der notwendigen Compliance-Richtlinien zu sorgen. Die PLM-Lösung hilft dabei, Qualitätsprobleme frühzeitig zu identifizieren und so Lagerbestände mit zu kurzem oder abgelaufenem Haltbarkeitsdatum zu vermeiden. Damit beugt die Software Reklamationen vor. Über eine zentrale Datenbank erhalten Verantwortliche eine vollständig auditierbare, nachweisbare Dokumentation der Produktentwicklung und der Herstellungsprozesse, wie es für das Qualitätsmanagement notwendig ist.
Eine Voraussetzung für die strenge Kontrolle der eigenen Produkte ist die lückenlose Überwachung der gelieferten Rohstoffe. Hier spielen PLM-Anwendungen insbesondere beim Datenaustausch über existierende IT-Systeme hinweg eine zentrale Rolle sowie bei der Kommunikation mit Zulieferern, Partnern und Kunden. In vielen Unternehmen sind wertvolle Informationen zu Einkäufern, Konditionen und Lieferzeiten häufig über verschiedene Abteilungen und Geschäftsbereiche verteilt, so dass eine unternehmensweite Sicht auf die Prozessstrukturen in der Supply Chain nicht erfolgen kann. Dagegen verbessert die optimierte Verfügbarkeit von Produktdaten die Planung mit Zulieferern, Partnern und Kunden erheblich: Lieferanten lassen sich effektiver einbinden und steuern, um die Planungs- und Kalkulationssicherheit zu erhöhen und um Fehlerquellen zu beseitigen. Darüber hinaus lässt sich auch die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Marketing, Führungsebene, Forschung und Entwicklung sowie Beschaffung innerhalb des Unternehmens optimieren.
Erst auf Grundlage aller produktrelevanten Daten sowie umfassender Details zu Partnern und Lieferanten ist für die Entwicklungsabteilung eine präzise Planung und Kostenkalkulation möglich. Unterstützt wird dies auch durch Prodika-Funktionen für das Rezepturmanagement. Hiermit stellen Unternehmen sicher, dass geistiges Eigentum nicht in alten Büchern verstaubt, sondern elektronisch für Mitarbeiter und Partner verfügbar ist. Als Folge dessen ergeben sich neue Möglichkeiten, wie Unternehmen durch Prozessoptimierung die Entwicklungskosten senken und neue Marktchancen durch verbraucherorientierte Produkte nutzen. Weiterhin sind Entscheider damit in der Lage, die Auswirkungen von Rezepturänderungen richtig einzuschätzen. Neue Vorschriften und Gesetze, wechselnde Kundenwünsche, Preisschwankungen und Änderungen an Inhaltsstoffen werden sofort sichtbar. Durch die Speicherung und Verwaltung mehrerer Rezepturen für ein einzelnes Produkt lassen sich neue Prototypen schneller entwickeln, Produktkosten kalkulieren und Marktchancen besser beurteilen. Kostenintensive Experimente bei der Produktentwicklung kann das PLM verringern und Rezepturen anhand verschiedener Parameter optimieren.




