Dipl.-Ing. Rolf Ordelheide
Der herkömmliche und seit Jahren verwendete Doppelkonus-Trockner hat den wesentlichen Vorteil, daß das Innere des Behälters leicht gereinigt werden kann. Das Entleeren des Produkts erfolgt allein durch seine Schwerkraft. Da er keine scharfen Kanten besitzt, setzt sich kein Produkt im Apparat an. Das Waschen mit einer dem Prozeß angepaßten Flüssigkeit erfolgt dynamisch durch Rotation oder durch eine zusätzliche Reinigungseinrichtung (CIP-Anlage).
Ein weiterer Vorteil des Doppelkonus-Trockners ist die thermische Homogenität. Da das Produkt ständig in Bewegung ist, werden alle Teile des feuchten Produktes identisch thermisch behandelt. Das Produkt ist daher in sich homogen.
Criox-Trockner haben beheizte Einstiegs- oder Beladungsklappen, die einen zusätzlichen Beitrag zur thermischen Kontinuität des Trockners leisten. Der Energiebedarf ist dabei geringer als bei Trocknern mit unbewegten Behältern, da keine mobile Mischvorrichtung bewegt werden muß.
Ein großer Nachteil von traditionellen Doppelkonus-Trocknern war bisher die Bildung von Produktkugeln, die durch die Rotation entstanden. Das Innere dieser Kugeln konnte nur durch hohe Verweilzeiten getrocknet werden. Eine Nachbehandlung zur Pulverisierung des Produktes war unentbehrlich. Die wesentlichste und auch patentierte Neuerung beim Criox-System sind Zerkleinerungsmesser im rotierenden Trockner. Mit Hilfe dieser Messer lassen sich die zu trocknenden Produkte mit der gewünschten Korngröße herstellen. Die Installation der Schneidmesser erforderte die Entwicklung eines EEx-geschützten Schleifkontaktes, um die Stromversorgung der Messer zu ermöglichen.
Über den Schleifkontakt können gleichzeitig Niederspannungsströme übertragen werden, die meßtechnische Signale aus dem rotierenden Bereich übertragen. Hierzu gehört die ständige Kontrolle der Produkttemperatur oder auch das Sicherheitssignal der geschlossenen Einstiegsluke. Auf Wunsch sind weitere Installationen von meßtechnischen Impulsen möglich. Die ständige Überwachung des Produktes wird hierdurch ermöglicht. Alle für den Prozeß erforderlichen Parameter (Heiztemperatur, Vakuum, Drehbewegungen des Trockners und der Schneidmesser, Gas/Flüssigkeitsentnahme oder Zufuhr) können gespeichert werden, um die Wiederholbarkeit von unterschiedlichen Batch-Prozessen gewährleisten zu können – ein wesentlicher Punkt, um die GMP-Anerkennung zu erhalten.
Der rotierende Trockner kann auch mit Druckluft versorgt werden, um pneumatische Klappen und Vibratoren für Restentleerungen versorgen zu können.




