Bei der Qualitätssicherung in modernen Produktionsprozessen spielt die Probenahme zur Überwachung und Analyse eine zentrale Rolle. Durch technische Methoden können sehr genaue Materialanalysen vorgenommen werden. Hierfür ist zum einen eine fachgerechte Entnahme der Proben notwendig, da eine nicht korrekte Ausführung zu falschen und damit wertlosen Analyseergebnissen führt. Zum anderen beeinflusst die Reinheit der eingesetzten Probenehmer und Geräte die Qualität der Probe in erheblichem Maße. Denn die genommene Probe darf nicht von äußeren Faktoren beeinflusst werden. Selbst geringste Fremdverschmutzungen können das Untersuchungsergebnis verfälschen. Meist werden Mehrweg-Probenehmer aus Edelstahl, Aluminium, PTFE oder ähnlichen inerten, hochwertigen Werkstoffen verwendet. Diese verfügen über eine hygienegerechte und hinterschneidungsfreie Konstruktion. Auf diese Weise können sich keine Verschmutzungen festsetzen und die notwendige Reinigung nach der Beprobung wird vereinfacht. Eine Alternative zu Mehrweg-Probenehmer stellen Einweg-Probenehmer dar. Diese einzeln verpackten Kunststoffprobenehmer werden unter Reinraumbedingungen gefertigt und sind optional sterilisiert erhältlich. Einweg-Probenehmer müssen weder vor, noch nach der Probenahme gereinigt werden, da sie nach der Verwendung entsorgt werden.
In vielen Anwendungsbereichen wie beispielsweise im Pharmasektor, in den Bereichen Food & Beverage oder der Kosmetikbranche bestehen höchste Ansprüche an Partikelfreiheit und Sterilität der eingesetzten Probenehmer, um Proben nicht zu verunreinigen. Je höher die Ansprüche sind, desto eher können diese nur durch die Verwendung von Einweg-Probenehmern erfüllt werden. Anwender die vor der Wahl zwischen Mehrweg- und Einweg-Probenehmer stehen, sollten die folgenden vier Aspekte bei ihrer Entscheidung berücksichtigen:
Die Reinigung von Mehrweg-Probenehmern ist aufwendig und oft kompliziert. Bei fettigen, stark haftenden oder giftigen Substanzen kann eine Reinigung sogar unmöglich sein. Der Reinigungsprozess verursacht zudem einen Personalaufwand und kann andere Arbeitsabläufe und -prozesse stören. Die benötigte Arbeitszeit und die verwendeten Reinigungsmaterialien können damit hohe Kosten verursachen. Gerade bei häufigen Anwendungen, verbunden mit einem hohen Reinigungsaufwand, ist die Verwendung von Einweg-Probenehmer oftmals preiswerter.
In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie bestehen aufgrund der GMP-Richtlinien hohe Audit-Ansprüche. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Audits muss auch der Ablauf und die Methode der Reinigung validiert werden. Eine Validierung des Reinigungsprozesses und damit der Nachweis der Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit des Reiniungsverfahrens ist jedoch schwierig und aufwendig. Teilweise kann eine Validierung sogar unmöglich sein. Bei der Verwendung von Einweg-Probenehmern hingegen entfällt die Validierung der Reinigungsmethode vollständig.




