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    Einweg statt Mehrweg
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    Technik

    Einweg statt Mehrweg

    Die passende Lösung für die Beprobung unterschiedlicher Medien – von dünnflüssig bis körnig – bietet Bürkle mit verschiedenen Varianten seiner
    Veröffentlicht
    17. Juni 2016
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Bei der Qualitätssicherung in modernen Produktionsprozessen spielt die Probenahme zur Überwachung und Analyse eine zentrale Rolle. Durch technische Methoden können sehr genaue Materialanalysen vorgenommen werden. Hierfür ist zum einen eine fachgerechte Entnahme der Proben notwendig, da eine nicht korrekte Ausführung zu falschen und damit wertlosen Analyseergebnissen führt. Zum anderen beeinflusst die Reinheit der eingesetzten Probenehmer und Geräte die Qualität der Probe in erheblichem Maße. Denn die genommene Probe darf nicht von äußeren Faktoren beeinflusst werden. Selbst geringste Fremdverschmutzungen können das Untersuchungsergebnis verfälschen. Meist werden Mehrweg-Probenehmer aus Edelstahl, Aluminium, PTFE oder ähnlichen inerten, hochwertigen Werkstoffen verwendet. Diese verfügen über eine hygienegerechte und hinterschneidungsfreie Konstruktion. Auf diese Weise können sich keine Verschmutzungen festsetzen und die notwendige Reinigung nach der Beprobung wird vereinfacht. Eine Alternative zu Mehrweg-Probenehmer stellen Einweg-Probenehmer dar. Diese einzeln verpackten Kunststoffprobenehmer werden unter Reinraumbedingungen gefertigt und sind optional sterilisiert erhältlich. Einweg-Probenehmer müssen weder vor, noch nach der Probenahme gereinigt werden, da sie nach der Verwendung entsorgt werden.

    In vielen Anwendungsbereichen wie beispielsweise im Pharmasektor, in den Bereichen Food & Beverage oder der Kosmetikbranche bestehen höchste Ansprüche an Partikelfreiheit und Sterilität der eingesetzten Probenehmer, um Proben nicht zu verunreinigen. Je höher die Ansprüche sind, desto eher können diese nur durch die Verwendung von Einweg-Probenehmern erfüllt werden. Anwender die vor der Wahl zwischen Mehrweg- und Einweg-Probenehmer stehen, sollten die folgenden vier Aspekte bei ihrer Entscheidung berücksichtigen:

    Die Reinigung von Mehrweg-Probenehmern ist aufwendig und oft kompliziert. Bei fettigen, stark haftenden oder giftigen Substanzen kann eine Reinigung sogar unmöglich sein. Der Reinigungsprozess verursacht zudem einen Personalaufwand und kann andere Arbeitsabläufe und -prozesse stören. Die benötigte Arbeitszeit und die verwendeten Reinigungsmaterialien können damit hohe Kosten verursachen. Gerade bei häufigen Anwendungen, verbunden mit einem hohen Reinigungsaufwand, ist die Verwendung von Einweg-Probenehmer oftmals preiswerter.

    In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie bestehen aufgrund der GMP-Richtlinien hohe Audit-Ansprüche. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Audits muss auch der Ablauf und die Methode der Reinigung validiert werden. Eine Validierung des Reinigungsprozesses und damit der Nachweis der Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit des Reiniungsverfahrens ist jedoch schwierig und aufwendig. Teilweise kann eine Validierung sogar unmöglich sein. Bei der Verwendung von Einweg-Probenehmern hingegen entfällt die Validierung der Reinigungsmethode vollständig.

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    Werden giftige oder gefährliche Medien beprobt, bergen Rückstände dieser Stoffe bei der Reinigung auch Gefahren für die Gesundheit der Mitarbeiter. Daher werden Arbeitsschutzmaßnahmen nötig, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Aggressive Medien können außerdem die Oberflächen und Materialien der Probenehmer angreifen und deren Lebenszeit verringern. Einweg-Probenehmer können dagegen einfach und sicher entsorgt werden.

    Mithilfe von Einweg-Probenehmern ist eine hochreine und sterile Probenahme möglich. Da eine Cross-Kontamination mit vorherigen Proben oder durch Reinigungsmittel ausgeschlossen ist, steht am Ende der Probenahme eine korrektes Analyseergebnis. Nur mit solchen repräsentativen und authentischen Proben können zuverlässige Aussagen über deren Qualität, Beschaffenheit und Zusammensetzung gemacht werden.

    Die hohen Ansprüche in Bezug auf Partikelfreiheit und Sterilität der Einweg-Probenehmer werden durch die Fertigung im Reinraum und eine anschließende Sterilisation mittels Gammastrahlen erreicht. In Reinräumen wird die Konzentration an Partikeln, die in der Luft enthalten sind durch entsprechende Arbeitskleidung, -mittel und -techniken sowie durch ein spezielles Belüftungssystem so gering wie möglich gehalten. Die jeweilige Reinraumklasse definiert, wie viele Partikel mit einer entsprechenden Größe maximal vorhanden sein dürfen. Um der angegebenen Reinraumklasse zu entsprechen, muss die tatsächliche Anzahl der Partikel regelmäßig kontrolliert werden. Auf diese Weise kann durch die Fertigung im Reinraum die Anzahl der Partikel auf der Oberfläche der Probenehmer sehr gering gehalten werden. Zusätzlich werden die Probenehmer anschließend durch energiereiche, ionisierende Gammastrahlung sterilisiert. Dadurch werden alle Mikroorganismen auf der Oberfläche der Probenehmer abgetötet. Die Bestrahlung erfolgt in der Verpackung, sodass die Probenehmer durch anschließende Verpackungsarbeiten nicht wieder kontaminiert werden können. Das Verfahren ist zudem sehr materialschonend, da es ohne eine Temperaturerhöhung auskommt.

    Um höchsten Ansprüchen bzgl. Reinheit und Sterilität an die Probenahme gerecht zu werden, wurde bei Bürkle die Produktlinie der Disposampler entwickelt. Diese Einweg-Probenehmer der Marken Laboplast und Steriplast werden im Reinraum der Klasse 7 produziert, montiert und einzeln verpackt. Die Steriplast Disposampler werden anschließend gammastrahlensterilisiert. Alle Produkte zeichnen sich durch eine EU-Lebensmittel- und FDA-Zulassung aus. Es stehen Probenehmer für Flüssigkeiten und viskose Medien sowie für Pulver und Granulate zur Verfügung. Mit diesen können sowohl Zielpunkt- als auch Allschicht- und Querschnittsproben entnommen werden.

    www.prozesstechnik-online.deSuchwort: dei0616bürkle

    Marketing,Bürkle

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