Als sich die Geschäftsleitung eines Eiscremeherstellers für den Bau einer neuen Anlage mit erheblich höheren Kapazitäten entschied, wandte sie sich an Cybertrol Engineering in Minneapolis, einen Solution-Partner im PartnerNetwork von Rockwell Automation. Die neue Anlage sollte erheblich größer werden als alles, was sie bis dahin gebaut hatten. „Und in der Tat, jetzt, da sie fertig ist, ist es die größte Eiscremeproduktionsanlage der Welt“, freut sich Ben Durbin, P.E., President of Cybertrol.
Wesentlich für den Erfolg dieses Projekts war die enge Zusammenarbeit Cybertrols mit dem Anwender und die Integration der Besonderheiten aller Produktionsstätten. Ben Durbin erläutert: „Wir haben jede Produktionsstätte besucht, die Best Practices des gesamten Unternehmens ermittelt und diese mit unserer Expertise sowie der Hard- und Software von Rockwell Automation in ein funktionierendes System übertragen, das den höchsten Standards entspricht.“
Zur Batch-Automatisierung und zum Prozessmanagement empfahl Cybertrol dem Kunden aus mehreren Gründen die FactoryTalk-Batch-Software von Rockwell Automation. „Eines der Hauptkriterien, die eine Eiscremeanlage für Neukreationen erfüllen muss, ist die schnelle Abänderung der Produktzusammensetzungen“, so Durbin weiter. „Und Neukreation bedeutet in diesem Zusammenhang wirklich neu.“
Auf der neuen Anlage werden häufige Änderungen an den Produktrezepturen vorgenommen und neue Zusammensetzungen getestet. Das erfordert einen sehr flexiblen Produktionsbetrieb, der die 40 derzeitigen Rezepturen des Unternehmens mit Hunderten möglicher Inhaltsstoffe verwalten kann. Durbin erläutert weiter: „Zu diesem Zweck haben wir ein Rezepturplanungssystem zusammen mit der FactoryTalk-Batch-Software gekoppelt. Dies ermöglicht es jeder Anlage, Rezepturen aus einer zentralen Rezeptdatenbank automatisch zu laden.“ Die Rezeptdatenbank ist dafür verantwortlich, die Rezepturen an alle Anlagen zu senden. Anschließend interpretiert jede einzelne Anlage die Rezepturen entsprechend der vorhandenen Ausrüstung bzw. Equipment.
Beispielweise können in einer Anlage gewisse Inhaltsstoffe automatisch zugefügt werden, während bei anderen einige Schritte von Hand erledigt werden müssen. „Diese anlagenspezifischen Regeln können festgelegt und über ein Planungs-Interface in der Anlage eingeplant werden. Gekoppelt mit dem FactoryTalk-Batch-Server werden die Batches automatisch auf dem Batchserver eingeplant“, fügt Durbin hinzu.
Wenn neue Rezepturen umgesetzt werden, muss deshalb nicht die Programmierung im System geändert werden – vorausgesetzt die Hardware der Anlage bleibt gleich und lediglich die Inhaltsstoffe werden in anderer Weise kombiniert. „Letztlich handelt es sich ja nur um anders zusammengestellte, automatisch heruntergeladene Daten aus der zentralen Unternehmensrezepturdatenbank“, erläutert Durbin weiter. „Das System interpretiert die generelle Unternehmensrezeptvorschrift automatisch und erlaubt dem Betrieb die Freigabe einer neuen aktiven Werks-Masterrezeptur.“




