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    Eiskristalle und Fruchtmark schonend fördern
    Bildquelle nicht angegeben
    Obst- & Gemüseverarbeitung

    Eiskristalle und Fruchtmark schonend fördern

    Die hygienische Schraubenspindelpumpe GEA Hilge Novatwin+ fördert bei der Gefrierkonzentration von Fruchtsäften sowohl Eiskristalle als auch Fruchtmark schonend.
    Veröffentlicht
    25. Juni 2026
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Obst- & Gemüseverarbeitung

    Ob in der Fruchtsaft- und Kaffeeproduktion, in Molkereien oder bei der Weinerzeugung – überall dort, wo Wasser aus Lebensmitteln entfernt werden soll, ohne Geschmack, Farbe oder Nährwert zu beeinträchtigen, hat sich die Gefrierkonzentration hat als besonders schonendes Verfahren etabliert. Doch so sanft dieser physikalische Prozess auch ist – er stellt hohe Anforderungen an jede einzelne Systemkomponente. Besonders entscheidend ist die eingesetzte Pumpentechnologie

    Der Moment, in dem frischer Orangensaft sein Aroma entfaltet, ist für Hersteller ein sensibles Ziel: Der Geschmack soll natürlich bleiben, die Farbe lebendig – auch wenn das Produkt aufkonzentriert und für Transport oder Haltbarkeit verarbeitet wird. Eine Lösung: die Gefrierkonzentration. Wasser wird durch kontrolliertes Gefrieren entzogen, während Aromen, Vitamine und andere wertvolle Bestandteile im Konzentrat verbleiben. So entsteht ein Konzentrat, das dem Originalprodukt in sensorischer Qualität sehr nahekommt. Der Prozess stellt jedoch hohe Anforderungen an die eingesetzte Pumpentechnologie: Sie muss empfindliche Medien fördern, ohne Eiskristalle zu zerstören, und gleichzeitig hohe Hygienestandards erfüllen. Zugleich ist es entscheidend, dass die Pumpe volumetrisch arbeitet, sodass der Förderstrom mit zunehmendem Differenzdruck nahezu konstant bleibt. Genau an dieser Schnittstelle setzt die GEA Hilge Novatwin+ an.

    Kristallisation und Aufkonzentration

    Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kristallisation und Aufkonzentration – zwei Begriffe, die oft vermischt werden, jedoch unterschiedliche Ziele verfolgen: Die Kristallisation ist ein physikalischer Vorgang, bei dem reines Wasser beim Abkühlen als Eiskristalle ausfällt. Diese bilden jedoch nicht das gewünschte Produkt, sondern müssen im nächsten Schritt mechanisch entfernt werden, etwa durch Filtration oder Waschkolonnen. Erst dieser zweite Schritt – das Abtrennen der Eiskristalle – führt zur eigentlichen Aufkonzentration: einem Flüssigkonzentrat mit deutlich höherem Anteil gelöster Stoffe. Im Gegensatz zur Kristallisation, die ein festes Produkt zum Ziel hat, bleibt hier die wertvolle Flüssigkeit erhalten. Im Unterschied zur thermischen Verdampfung findet der gesamte Prozess der Gefrierkonzentration ohne Hitze, Vakuum oder Brüdenphase statt. Dadurch bleiben selbst hochflüchtige Aromakomponenten erhalten, hitzeempfindliche Enzyme oder Proteine stabil und die natürliche Matrix des Lebensmittels intakt.

    Nadelöhr Produkttransport

    So schonend der Konzentrationsprozess abläuft – die Herausforderung liegt im Detail: beim Transport des Mediums durch die einzelnen Prozessstufen. Das Produktverhalten verändert sich durch den Wasserentzug: Es wird viskoser, temperaturanfälliger und enthält zunehmend empfindliche Strukturen wie Eiskristalle, Fruchtfleisch oder Proteinkomponenten. Schon kleinste Scherkräfte, Druckstöße oder Verwirbelungen können diese zerstören – mit negativen Auswirkungen auf Qualität und Trennungseffizienz.

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    Besonders kritisch sind Übergänge, etwa beim Umwälzen von Eissuspensionen über Wärmetauscher, beim Einspeisen in Waschkolonnen oder beim Rückführen des Konzentrats. Hier entscheidet sich, ob das Verfahren seine Vorteile voll ausspielen kann – oder ob Produktverluste drohen. Nur wenn das Medium sanft, gleichmäßig und ohne Scherkräfte transportiert wird, lassen sich die Vorteile der Gefrierkonzentration voll ausschöpfen: ein hoher Reinwasseraustrag als Maß für die Trenneffizienz, stabile Aromen und eine unveränderte Produktstruktur.

    Fördern mit Feingefühl

    Genau an dieser Schnittstelle setzt die GEA Hilge Novatwin+ an – eine flexible, hygienische Schraubenspindelpumpe aus der GEA Varipump Linie. Sie ist in mehreren Baugrößen erhältlich, typischerweise mit Nenngrößen von 10/15 bis 60/65, jeweils abgestimmt auf unterschiedliche Fördermengen und Partikelgrößen. Zwei ineinandergreifende Spindeln rotieren kontaktfrei und bilden geschlossene Förderkammern, in denen das Produkt gleichmäßig, pulsationsarm und mit sehr geringer Scherbelastung transportiert wird.

    Genau diese kammerweise, kontinuierliche Förderung macht den Unterschied. Eiskristalle bleiben stabil, Emulsionen trennen sich nicht – das erhöht sowohl die Ausbeute als auch die Produktqualität. Die hygienische Schraubenspindelpumpe ist speziell für den schonenden Transport anspruchsvoller Medien mit hoher Viskosität ausgelegt. Dank des breiten Drehzahlbereichs kann die Novatwin+ sowohl empfindliche Medien bei niedrigen Drehzahlen fördern als auch Reinigungsmedien im CIP-Prozess mit bis zu 3000 min-1 zurückführen – ohne zusätzlichen Pumpenwechsel. Mit Förderleistungen von 0,5 bis über 300 m3/h, Differenzdrücken bis 25 bar und einer Viskositätstoleranz von bis zu 1 000 000 mPa s deckt die Schraubenspindelpumpe ein breites Anwendungsspektrum ab. Sie arbeitet bei Temperaturen von -20 bis +180 °C. Über 40 konfigurierbare Spindelkombinationen und unterschiedliche Dichtungskonzepte ermöglichen eine präzise Anpassung an unterschiedliche Produkte und Prozessanforderungen – von Fruchtmarkt (z. B. Mango-Püree) über Enzymmischungen bis hin zu fermentierten Zwischenprodukten Besonders vorteilhaft: Die Gleitringdichtung liegt direkt im Produktstrom. Das sorgt nicht nur für eine zuverlässige Benetzung bei viskosen oder anspruchsvollen Medien, sondern erleichtert auch die Reinigung. Mit EHEDG-konformer Konstruktion, totraumarmem Design und vollständiger CIP/SIP-Fähigkeit erfüllt die Pumpe höchste Hygienestandards. Sie ist restentleerbar – selbst ohne zusätzliches Entleerungsventil – und lässt sich wartungsfreundlich handhaben. Varianten mit gehärteten Oberflächen und Doppeldichtungen erweitern das Einsatzspektrum – auch bei abrasiven Medien .

    GEA Tuchenhagen GmbH, Bodenheim

    Braubeviale: Halle 9, Stand 362

    Autorin: Fanny Förster

    Senior Manager Media Relations,

    GEA

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