Viele Endverbraucher legen bei ihrer Kaufentscheidung großen Wert auf eine lange Haltbarkeit. Gleichzeitig möchten sie jedoch nicht auf Frische, ein ästhetisch ansprechendes Aussehen sowie eine angenehme Haptik verzichten. Insbesondere bei gefrorenem Fleisch ist es entscheidend, dass das Produkt auch optisch ansprechend ist. Der Zip-Roll-Froster, entwickelt von Air Liquide, bietet eine ressourceneffiziente Lösung, um schonendes, schnelles und energieeffizientes Einfrieren zu ermöglichen.
Air Liquide arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der bekannten Frostverfahren für IQF-Produkte (Individually Quick Frozen), um den wachsenden Anforderungen in der Lebensmittelindustrie gerecht zu werden. Im Zuge dessen wurde der Zip-Roll-Froster konzipiert. Durch die Reduzierung der Temperatur werden die natürlichen Abläufe, die zum Verderb von Lebensmitteln führen, verlangsamt bzw. unterbrochen. Lebensmittel werden somit schnell und in perfekter Form gefrostet.
Die Kältekraft des Zip-Roll-Frosters
Der Zip-Roll-Froster nutzt kryogene Kälte, die durch die Verdampfung von gekühltem flüssigem Stickstoff erzeugt wird. Die Temperaturen liegen zwischen -40 und -100 °C und können in einigen Verfahren sogar bis zu -196 °C erreichen.
Das Herzstück des Zip-Roll-Frosters ist die perforierte Drehtrommel. Sie ermöglicht durch hohe Gefriergeschwindigkeiten beim Schockfrosten eine Minimierung von Aroma- und Gewichtsverlusten. Während des kryogenen Gefrierprozesses bilden sich in den Lebensmitteln zahlreiche kleine Kristalle, die die Zellstruktur nur minimal beeinflussen. Dies ermöglicht es, auch empfindliche Produkte in Bezug auf ihre organoleptischen Eigenschaften wie Aussehen, Textur, Farbe und Geschmack beizubehalten. Das ist ein erheblicher Vorteil gegenüber der mechanischen Kälteerzeugung, bei der nur Temperaturen bis maximal -40 °C erreicht werden.
Dank der sehr guten Kälteverteilung innerhalb des Zip-Roll-Frosters erfolgt ein rascherer Wärmeaustausch mit dem Produkt.
Optimierte Wärmeübertragung
Die hohe Kälteleistung bewirkt eine gleichbleibend hohe Qualität bei der Frostung großer Mengen von Lebensmitteln. Die Durchlauf- bzw. Gefrierzeiten sind gegenüber der mechanischen Kälte deutlich verkürzt. Der Wärmeübergang wird durch zwei Faktoren beeinflusst: Zum einen durch den Temperaturunterschied zwischen Kältemedium und zu kühlendem Produkt. Hier bietet das kryogene Verfahren mit flüssigem Stickstoff den maximal möglichen Temperaturunterschied. Der zweite wichtige Aspekt ist die Geschwindigkeit des Kältemediums. Je höher die Gasgeschwindigkeit ist, umso besser erfolgt der Wärmeübergang. Die Gasführung im Zip Roll ist entsprechend ausgelegt und reduziert gegenüber anderen kryogenen IQF Verfahren den Gasverbrauch um mindestens 30 %. Im Gegensatz zu mechanischen Verfahren bietet der Zip-Roll-Froster sehr hohe Kapazitäten auf kleiner Grundfläche. Das bietet einen sehr großen Vorteil bei der Integration in vorhandenen Produktionslinien.




