Speiseöl unterliegt strengen Sicherheitsstandards. Hygieneanforderungen, Energieeffizienz und hohe Produktionsgeschwindigkeiten in Einklang zu bringen, kann in der Praxis jedoch schwierig sein. Diese Herausforderungen lassen sich mit dem Einsatz der richtigen Frequenzumrichter, Motoren und Steuerungen meistern.
Die Speiseölproduktion ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess. Mit strengen Kontrollen und präziser Ausrüstung muss sichergestellt werden, dass die Produkte den anspruchsvollen Standards für die Lebensmittelsicherheit gerecht werden. In vielen Prozessschritten kommen zudem energieintensive Betriebsmittel wie Sterilisatoren, Pressen, Zentrifugen und Kessel zum Einsatz. Der Stromverbrauch stellt für Speiseölhersteller daher in der Regel den größten Kostenfaktor dar. Die Wahl energieeffizienter Ausrüstung ist somit von entscheidender Bedeutung, um steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken und profitabel zu bleiben. Elektromotoren bieten großes Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz, weil in vielen Werken immer noch alte, ineffiziente Motoren im Einsatz sind.
Motor mit höherer Effizienzklasse
In Europa, China und mehreren anderen Ländern wird der Wirkungsgrad eines Motors mit der internationalen Energieeffizienzklasse (IE) angegeben, von IE1 bis IE5. Je höher die IE-Klasse, desto effizienter der Motor, wobei jede IE-Stufe für eine 20-prozentige Minderung der Energieverluste gegenüber der vorherigen Klasse steht. IE4-Motoren weisen also 20 % weniger Verluste auf als IE3-Motoren. Die effizienteste Klasse, die heute zur Verfügung steht, ist IE5. Viele Speiseölfabriken arbeiten jedoch noch immer mit IE2- oder IE3-Motoren.
Die Aufrüstung eines vorhandenen IE3-Motors auf ein Paket aus Synchronreluktanzmotor (SynRM) der Ultra-Premium-Klasse IE5 und Frequenzumrichter ermöglicht eine Verringerung der Energieverluste um bis zu 40 %. Angesichts der hohen Strompreise amortisiert sich die Investition in einen effizienteren Motor allein aufgrund der geringeren Energiekosten oft in nur wenigen Monaten. Bei den meisten Anwendungen können vorhandene Motoren problemlos durch effiziente moderne Varianten ausgetauscht werden, was das Upgrade zusätzlich vereinfacht. Die Synchronreluktanztechnologie von ABB verbindet das Leistungsvermögen des Permanentmagnetmotors mit der Einfachheit und Wartungsfreundlichkeit des Asynchronmotors. Der Rotor besitzt weder Magnete noch Wicklungen und weist nahezu keine Leistungsverluste auf. Und da im Rotor keine Magnetkräfte wirken, ist die Wartung so einfach wie bei Asynchronmotoren.
Kombination mit Frequenzumrichter
Selbst wenn keine SynRM-Technologie verwendet wird, können Betreiber viel Energie sparen, indem sie vorhandene Motoren mit einem Frequenzumrichter kombinieren. Ohne Frequenzumrichter laufen Motoren ständig mit voller Drehzahl und verbrauchen viel Strom. Motoren können zwar mechanisch gedrosselt werden, dabei wird aber Energie verschwendet. Verglichen werden kann dies damit, dass man die Geschwindigkeit eines Autos durch Betätigung der Bremse regelt, ohne den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.




