Druckluft sollte aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten so gut wie immer aufbereitet werden. Das wichtigste Aufbereitungsverfahren ist die Kältetrocknung. Phasenwechselmaterialien, die zum Beispiel für die Kältetrockner der Secotec-Baureihe von Kaeser verwendet werden, ermöglichen es, Energie und Platz zu sparen, die Kosten zu senken und so effektiv und zuverlässig wie möglich Druckluft zu erzeugen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Einsatz von umweltfreundlichen Kältemitteln.
Wird Druckluft nicht aufbereitet, so kann Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft ungehindert ins Druckluftnetz geraten und dort kondensieren. Das kann neben möglichen Verunreinigungen in der Druckluft auch zu Korrosion in den Rohren und den betriebenen Maschinen und Werkzeugen führen. Zur Druckluftaufbereitung stehen verschiedene Trocknungsmethoden zur Verfügung, die abhängig von den Anforderungen der Produktion eingesetzt werden. Kältetrocknung ist das am häufigsten angewendete Verfahren. Sie ist sehr wirtschaftlich und zuverlässig und genügt in den meisten Fällen.
Wegen der sich ändernden Umgebungstemperaturen sollten Kältetrockner immer auf die Spitzenwerte ausgelegt sein, sodass sie auch an den heißesten Tagen des Jahres die erforderliche Druckluftqualität zuverlässig liefern. Das heißt, Trockner werden in ihrer Gesamttrocknungsleistung für das ganze Jahr so ausgelegt, als ob 365 Tage lang hohe Temperaturen herrschen würden. Eine so betriebene Drucklufttrocknung benötigt mehr Energie, als für den tatsächlichen Bedarf erforderlich ist.
Neben der Temperatur spielt auch der Druckluftverbrauch eines Betriebes eine Rolle, der selten konstant hoch ist, sondern entsprechend der Tagessituation schwanken kann. Wenn der Trockner nicht über die entsprechende Technologie verfügt, sich an derartige Teillastbereiche anzupassen, kann dies ebenfalls zu unnötig hohen Energiekosten führen.
Alternativen zum Dauerbetrieb
Um eine sicherere Druckluftqualität zu gewährleisten, wird bei herkömmlichen Trocknern normalerweise empfohlen, die Kältekompressoren durchgehend laufen zu lassen, da sonst je nach Größe des Kältetrockners bis zu einer Stunde benötigt wird, um nach dem Start der Kompressoren die notwendige Kühltemperatur und den gewünschten Drucktaupunkt zu erreichen. Besonders bei Großtrocknern bringt dies erneut einen unnötig hohen Energieverbrauch mit sich.
Je umfangreicher also der Teillastbetrieb, desto größer wäre die Energieverschwendung eines 24 Stunden am Tag durchlaufenden und auf Spitzentemperaturen ausgerichteten Kältetrockners. Unter derartigen Bedingungen kann der notwendige Energiebedarf auf bis zu 20 % der für die Drucklufterzeugung benötigten Energie wachsen.




