Entkorken, Entschrauben, Entleeren: Das sind Prozessschritte, die von Anlagen der Rink GmbH & Co. KG (Halle 5, Stand 327) übernommen werden. Denn Rink hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Anlagen für die Rückführung von Mehrwegflaschen in den Abfüllprozess spezialisiert. Und das mit Erfolg: Seit der Unternehmensgründung 1968 hat Rink rund 1000 Maschinen gebaut, die weltweit im Einsatz sind. Der Exportanteil liegt bei rund 50 %.
Die Kunden von Rink können sich entscheiden, ob die Flaschen in Kästen oder einzeln entkorkt oder entschraubt werden. Auch bei der Leistung ist Rink flexibel: Sie orientiert sich an den Folgeprozessen und kann bis zu 60 000 Flaschen pro Stunde betragen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mehrere neue Geschäftsfelder erschlossen und u. a. Anlagen für das Öffnen und Entleeren von bereits gefüllten, aber fehlbefüllten oder fehletikettierten Flaschen entwickelt. Ganz neu ist ein patentierter Halshülsen-Entferner, der selbsttätig die an der Schraubverschlussflasche verbleibenden Verschlussteile entfernt.
Dass das automatische Entkorken oder Entschrauben von Flaschen einen ausgeklügelten Bewegungsablauf und eine intelligente Steuerung voraussetzt, versteht sich von selbst. Und bei mehreren zehntausend Flaschen pro Stunde werden schon nach drei Schichten mehr als eine Million Zyklen erreicht. Das stellt sehr hohe Anforderungen an alle beweglichen Maschinenlemente, vor allem an die Lagerstellen, zumal hier auch die Hygieneanforderungen der Getränkeindustrie zu berücksichtigen sind. Wie Rink diese Anforderungen in der Konstruktion umsetzt, zeigen drei Beispiele aus dem aktuellen Fertigungsprogramm.
Bei den Entleerern setzt nach dem Entkorken oder Entschrauben ein Ventil auf, das den Flascheninhalt erst gegen die Umgebung abdichtet und ihn dann absaugt. Zu den konstruktiven Herausforderungen gehörte hier die Gestaltung der zylindrischen Führungselemente im Ventil. Konstruktionsleiter Olaf Staave: „Die Linearführung der Ventile muss schmiermittelfrei sein und auch bei den sehr hohen Taktraten eine lange Lebensdauer aufweisen. Sie soll reinigungsfreundlich sein, unempfindlich gegen Korrosion und beständig gegenüber den aggressiven Reinigungsmitteln, die aus Hygienegründen verwendet werden. Last but not least müssen bei der Paarung mit Edelstahl niedrige Reibwerte erzielt werden.“
Unter diesen Voraussetzungen entschieden sich die Rink-Konstrukteure für DryLin-Linear-Gleitlager vom Typ JUM aus dem Igus-Programm. Die Lager bestehen aus einem Edelstahlgehäuse, das zusätzlich andere konstruktive Funktionen übernimmt, in das eine austauschbare Gleitfolie eingelegt ist. Bei dem Gleitwerkstoff Iglidur J handelt es sich um ein sehr verschleißfestes Hochleistungspolymer mit inkorporiertem Festschmierstoff, der sehr niedrige Reibwerte im Trockenlauf gewährleistet und eine gute Chemikalienbeständigkeit aufweist.




