Der Markt für funktionelle Lebensmittel, für Sportlernahrung und Diätprodukte boomt weiterhin. Während sich viele Verbraucher Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen wünschen, die gut schmecken und möglichst natürlich sind, stehen Hersteller bei der Produktion oft vor Herausforderungen. Denn nicht alle Mikronährstoffe oder Mineralstoffe lassen sich ohne weiteres in Produkte einbringen oder sind von Natur aus gut bioverfügbar.
Das Unternehmen Taiyo hat mit Sunactive ein Zufuhrsystem für solche Stoffe entwickelt, das vielseitig einsetzbar ist und zahlreiche Probleme in der Herstellung löst. Gleichzeitig verbessert Sunactive die Bioverfügbarkeit der Stoffe. Dadurch lassen sich zum einen die Dosierungen verringern, zum anderen sind manche Stoffe deutlich besser verträglich.
Aufwendiges Verfahren
In der Verarbeitung wie auch bei der Bioverfügbarkeit ist die Partikelgröße ein entscheidender Faktor. Je feiner die Partikel, desto besser lässt sich der Stoff im Endprodukt verarbeiten und desto besser ist auch die Bioverfügbarkeit. Gerade kleine Partikel ballen sich in einer Emulsion oder Dispersion jedoch wieder zusammen. Für die Herstellung von Sunactive kommt ein Coating-Verfahren zum Einsatz, das die Partikel auf einen Trägerstoff aufbringt und danach fixiert. Werden sie dann später in Flüssigkeiten eingebracht, lösen sie sich sofort und vollständig wieder zu einer Emulsion oder zu einer stabilen Dispersion, bei der sich die Partikel wieder gleichmäßig verteilen und nicht mehr verklumpen können.
Die Grundlage für alle Sunactive-Varianten ist Maltodextrin als Trägerstoff. Als Emulgatoren stehen neben synthetischen PGE-Emulgatoren auch natürliche Varianten wie Lecithine aus Sonnenblumen, Raps oder Soja zur Verfügung. Derzeit ist Sunactive als Zufuhrsystem für die Mineralstoffe Eisen und Zink sowie für das fettlösliche Coenzym Q10 erhältlich.
Mangelware mit Nebenwirkungen
Eisenmangel ist weit verbreitet. Zum einen nehmen viele Menschen und insbesondere Vegetarier mit der Nahrung diesen essenziellen Nährstoff nicht ausreichend auf, zum anderen sinkt bei vielen Frauen mit der Monatsblutung bedingt durch den Eisenmangel der Hämoglobinspiegel. Die Folgen sind bekannt: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Aber auch während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Eisenzufuhr essenziell. Neueste Studien zeigen auch, dass Säuglinge und Kleinkinder zu wenig Eisen aufnehmen, dabei ist eine ausreichende Eisenversorgung gerade in den ersten Lebensjahren besonders wichtig.
Produkte mit Eisen sind indes in ausreichender Zahl auf dem Markt vertreten, sei es als Nahrungsergänzung oder in Form angereicherter Lebensmittel oder Säfte. Viele dieser oft preisgünstigen Quellen wie Eisensulfat weisen zwar eine gute Bioverfügbarkeit auf, haben jedoch entscheidende Nachteile. Durch die hohe Reaktionsfreudigkeit des Eisens oxidieren die Produkte sehr schnell, sie werden unansehnlich braun und „verrosten“ im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in Sachen Geschmack sind Produkte mit Eisen beeinträchtigt: Der intensive metallische Beigeschmack lässt sich kaum mit Aromen maskieren. Der weitaus größere Nachteil ist jedoch die Verträglichkeit, denn auch im Magen-Darm-Trakt reagieren die Eisenionen und verursachen oft Reizungen oder führen zu schwarzem, sehr hartem Stuhl, zu Verstopfung und nicht selten zu Darmkrämpfen.




