Die positive Entwicklung des Vorquartals setze sich im dritten Quartal 2021 nicht fort. Mit einem erwirtschafteten Umsatz von 46,9 Mrd. Euro stieg zwar das Ergebnis im dritten Quartal 2021 um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Gegensatz zum Vorquartal basierte das Umsatzplus jedoch ausschließlich auf steigenden Verkaufspreisen, während der Absatz um 2,2 % fiel. Im Inland erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von rund 30,5 Mrd. Euro, gleichbedeutend mit einem wertmäßigen Rückgang von minus 0,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Exportgeschäft entwickelte sich hingegen positiv, die Branche erwirtschaftete im Ausland 16,4 Mrd. Euro und baute das Vorjahresergebnis damit um 4,7 % aus. Ebenfalls positiv fiel die Entwicklung in der Produktion aus: Der um Saison- und Kalendereffekte bereinigte Produktionsindex stieg insgesamt um 4,2 %.
Positives Geschäftsklima und gestiegene Rohstoffpreise
Die wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf zeigte sich ebenso bei Betrachtung des Geschäftsklimas in der Ernährungsindustrie. Mit einem mittelfristigen Indexhöchststand von 108,7 Punkten im Juni 2021 reagierte die Branche auf die fortschreitende Impfkampagne und eine wirtschaftliche Erholung in Form guter Exportzahlen. Im dritten Quartal 2021 musste das Geschäftsklima moderate Einbußen hinnehmen, Grund hierfür waren pessimistischere Geschäftserwartungen in Angesicht von Materialknappheit und den damit verbundenen Produktionsbehinderungen sowie anhaltenden Preissteigerungen in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Logistik.
Die Branche sah sich im zweiten und dritten Quartal 2021 zudem mit außergewöhnlich stark steigenden Rohstoffpreisen konfrontiert: Im zweiten Quartal 2021 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 35,3 % und im dritten Quartal 2021 um 38,5 % zum Vorjahr. Für die Lebensmittelproduzenten ist die Rohstoffbeschaffung ein zentraler Kostenfaktor in der Produktion, der Ausgleich volatiler Rohstoffpreisentwicklungen bleibt eine Herausforderung für die Unternehmen.
Der Bericht zur wirtschaftlichen Lage gibt einen Überblick über die Ertragslage und aktuelle Entwicklungen von Umsatz, Preisen, Geschäfts- und Konsumklima. Er zeigt auch, wie sich der Arbeitsmarkt im Bereich der Ernährungsindustrie entwickelt hat und gibt Auskunft über die Situation in den Teilbranchen.
Interessierte können den Bericht hier herunterladen.




