dei: Seit 1. Januar 2005 firmiert die Food- und Beverage-Sparte von National Starch unter dem Namen National Starch Food Innovation. Welche Entwicklungen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr genommen? Haben sich Ihre Erwartungen durch die Umfirmierung erfüllt?
Baumgarten: Im zurückliegenden Jahr haben wir die Umfirmierung komplett umgesetzt. Überall wo National Starch Food Innovation auftritt, präsentieren wir uns mit neuem Logo, neuen Bildern und dem veränderten Corporate Design. Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt. Von unseren Kunden, den Lebensmittelproduzenten, haben wir sehr viel positives Feedback bekommen, die neue Identität ist bekannt und wir werden heute mehr als Partner der Lebensmittelindustrie wahrgenommen und nicht mehr als Chemieunternehmen bzw. Zulieferer von Nahrungsmittelzusatzstoffen. Die neue Namensgebung drückt jetzt eindeutiger das aus, was wir machen. Wir sehen einen klaren Konsumententrend zu gesunden, natürlichen Zutaten und dem wollen wir Rechnung tragen.
dei: Welche Bedeutung hat für Sie der Begriff Innovation in der neuen Firmierung?
Baumgarten: Zum einen wollen wir unseren Kunden natürlich ständig neue Innovationen wie unsere jetzt vorgestellten Homecraft-Mehle oder Novation Prima anbieten, zum anderen wollen wir ihnen aber auch verstärkt helfen, marktgerechte Produkte zu entwickeln. Bei Hi-maize, einem natürlichen Ballaststoff, haben wir beispielsweise von April bis Mai 2005 eine klassische Marktforschung mit Konsumenten durchgeführt, um herauszufinden, wie das Produkt von Endverbrauchern wahrgenommen wird und wie man Lebensmittel wie Brot, Pasta, Pizza und Kekse mit Hi-maize positionieren kann, so dass der Konsument sie im Supermarkt bevorzugt kaufen möchte. Diese Marktforschung können wir nun benutzen, um unseren Kunden Richtungen aufzuzeigen. Das stellt für diese einen wichtigen Zusatznutzen dar.
dei: Welchen aktuellen Trends müssen sich die Lebensmittelproduzenten und ihre Partner wie National Starch Food Innovation stellen?
Baumgarten: Die wichtigsten Konsumententrends sind nach wie vor Gesundheit, Natürlichkeit und Convenience, es reicht aber nicht zu sagen, wir wollen nur eines dieser Ziele erreichen, der Konsument möchte alles auf einmal. Das Produkt muss einfach zuzubereiten und zu bekommen sein, es muss aber auch gleichzeitig gesund und natürlich sein – der Konsument muss ein angenehmes Gefühl beim Essen haben. Darüber hinaus ist es aber für Lebensmittelhersteller künftig immer wichtiger, sich zu differenzieren und beispielsweise das Essen an die spezifischen ernährungsphysiologischen Bedürfnisse einzelner Konsumentengruppen anzupassen, was u. a. im Krankenhausbereich oder in der Pflege bereits geschieht. Die Konsumenten wollen Restaurantqualität mit gutem Geschmack und guten Texturen, möchten aber darüber hinaus auch wissen, welche Zusatzstoffe im Essen enthalten sind. Sie wollen nur die Zutaten in der Nahrung wissen, die sie auch normalerweise in ihrer Küche haben. Mit Homecraft z. B. reagieren wir ganz klar auf diesen Trend.




