Die Taumelsiebmaschinen von Allgaier haben sich in vielfältigsten Anwendungen bewährt. Ihre Stärken zeigen die Maschinen besonders bei der Verarbeitung siebschwieriger Güter mit Korngrößen von 30 bis 200 µm. Falls erforderlich, können die Siebmaschinen in Hygienic-Design mit WIP-Reinigung oder auch ATEX-konform ausgeführt werden. Bei der stetigen Weiterentwicklung des Taumelsiebsystems hat Allgaier konsequent die Anforderungen aus der Praxis umgesetzt und damit die Flexibilität erhöht, so dass sich Anpassungen an neue Anwendungen meist rasch realisieren lassen.
Mit dem aus standardisierten Modulen aufgebauten Siebsystem lassen sich selbst spezielle Lösungen wirtschaftlich realisieren. Denn mit einer Siebmaschine, die optimal auf das Produkt zugeschnitten ist, kann am ehesten eine erstklassige Klassierung erreicht werden. Auch geht es darum, hochwertige Produkte möglichst nicht mit dem Über- oder Unterkorn aus dem Produktionsprozess auszuschleusen und so mit Produktverlust zu vermeiden.
Bereits das Verfahrensprinzip der Taumelsiebung bietet optimale Voraussetzungen für eine Fraktionierung in engen Korngrenzen. Das Siebgut wird mittig auf die Sieb-einsätze aufgebracht. Im Mittelpunkt des Siebeinsatzes wirkt die Taumelsiebmaschine wie ein Plansieb. Das Siebgut wird also nicht geworfen, sondern es findet Zeit, sich entsprechend der Korngröße zu schichten. Empfindliche und hochwertige Güter wie gefriergetrockneter Kaffee, Instantprodukte oder Kräuter werden in hohem Maße geschont. Das feine Gut wandert durch das Grobgut nach unten gegen das Sieb und durch die Maschen. Gleichzeitig wird das Siebgut radial nach außen gefördert und gelangt so in den Bereich größerer Vertikalbeschleunigung. Die Siebgutmatte wird durch das steigende Flächenangebot auseinander gezogen, so dass auch die Grenzkörner Gelegenheit haben, an das Sieb zu gelangen. Im Vergleich zu anderen Siebsystemen steigt die Siebeffizienz so um bis zu 15 %.
Eine typische Anwendung der Allgaier-Taumelsiebmaschinen ist die Klassierung von Milchpulver mit unterschiedlichem Fettgehalt wie Magermilchpulver, Vollmilchpulver oder Fettmilchpulver. Stark fetthaltige Milchpulver mit einem Fettanteil von bis zu 60% stellen unter siebtechnischen Gesichtspunkten eine besondere Herausforderung dar. Nach dem Sprühtrocknen werden die Milchpulver auf ca. 50 °C abgekühlt und meist bei Maschenweiten von 1,25 oder 1,50 mm gesiebt. Um infolge des fetthaltigen und warmen Produkts ein Zusetzen der Gewebemaschen zu verhindern, werden Taumelsiebmaschinen in solchen Fällen mit einer Luftreinigungseinrichtung ausgestattet. Unter dem Siebdeck umlaufende Düsenarme blasen Luft nach oben durch das Siebgewebe und gewährleisten so einen kontinuierlichen Siebprozess. In einzelnen Fällen nutzt man den Luftdurchfluss auch zur Abkühlung des Materials in der Siebmaschine. Hierdurch wird der Agglomerationspunkt unterschritten und die Siebfähigkeit hergestellt.




