Das Mehrparameter-Messsystem KM 2000 von Sensortechnik Meinsberg bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur anwendungsspezifischen Konfiguration. Mit Hilfe von bis zu 16 Messmodulen können in beliebiger Kombination pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Redoxpotential, Temperatur, Chlorgehalt, Trübung und weitere Messgrößen erfasst, ausgewertet, dokumentiert und geregelt werden. Grundlage hierfür ist eine modulare Systemstruktur mit Mess- und Aktormodulen, die über ein Bussystem untereinander und mit der Zentraleinheit verknüpft sind. Vier der Messmodule können in der Zentraleinheit, dem eigentlichen Messgerät KM 2000, angeordnet werden. Weitere 12 Mess- und Aktormodule werden als externe Module über das Bussystem mit dem KM 2000 verbunden und vom Messsystem im Plug&Play-Verfahren automatisch erkannt und konfiguriert. Damit kann das Messsystem nachträglich erweitert werden und die Messmodule lassen sich als Vorverstärker für die räumlich getrennte Anordnung der Messstellen nutzen. Aktormodule sind beispielsweise Interface-Module zur Messwertausgabe, DAC-Module zur Realisierung von Stromausgängen 0(4)…20 mA entsprechend dem Messsignal und Relais-Module für Schalt-, Alarm- und Steuerungsaufgaben.
Das Mehrparameter-Messgerät KM 2000 mit Stromversorgung, Anzeige und internen Modulen bildet die Zentraleinheit. Äußerliche Merkmale sind das robuste Aluminiumgehäuse und die Touchscreen-Anzeige. Das Gerät ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der Messwerte und des Systemstatus auf der kontrastreichen hinterleuchteten Anzeige. Es lässt sich einfach mit selbsterklärenden Piktogrammen bedienen und bietet effiziente Anwenderunterstützung bei der Konfiguration und Kalibrierung des Messsystems. Bis zu vier Messwerte mit ihren Einheiten, ihren Temperaturwerten, einem möglichen Zweitwert sowie einer individuellen Bezeichnung werden gleichzeitig auf einer Anzeigeseite dargestellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Anzeige und Auswertung berechneter Parameter, z.B. für Differenz- oder redundante Messungen. Sensor- und Systemdiagnose, Datenlogger, Logbuch und Messwertrecorder sind serienmäßig Standard.
Vier Grenzwertrelais stehen für einfache Steuerungs- und Regelungsaufgaben zur Verfügung. Für komplexe Regelaufgaben bietet das KM 2000 zwei unabhängig voneinander arbeitende Reglermodule mit justierbarem PID-Verhalten.
Das Gerät gibt alle Werte über die serielle bidirektionale Schnittstelle RS232 oder RS485 in Verbindung mit dem PC-Visualisierungsprogramm MVremote zyklisch aus und zeigt diese grafisch an. Das Visualisierungsprogramm MVremote beinhaltet gleichzeitig alle Funktionen zum Auslesen und zur Konfiguration des Datenloggers.
Datenlogger und Datenrecorder sind nützliche Ergänzungen des Messsystems, insbesondere für die Prozessanwendung. Da der Datenlogger unabhängig von der Ausgabe der Messwerte über Schnittstellen oder Analogsignal arbeitet, ist er neben den Möglichkeiten zur Datenauswertung ein wesentlicher Beitrag zum Schutz vor dem Verlust von Messdaten. Der Datenlogger ist als Ringspeicher oder endlicher Speicher mit einstellbarer Abtastzeit konfigurierbar. Um rasch vor Ort einen Überblick über die Entwicklung eines Prozessparameters zu erhalten, erweist sich der Datenrecorder als nützlich. Er stellt den Messwertverlauf der Hauptmessgröße jedes Messmoduls über die letzten 24 Stunden auf dem Touchscreen graphisch dar. Die Darstellung wird ergänzt durch den Mittelwert sowie Maximum und Minimum.




