Etikettierungsfehler können verheerende Folgen haben, etwa wenn Allergene irrtümlich nicht ausgewiesen werden. Doch eine rein visuelle stichprobenartige Etikettenprüfung ist zeit- und kostenintensiv und nicht absolut verlässlich. Das System Safe-Ident Label von Strelen basiert auf digitaler Bildverarbeitung in Kombination mit künstlicher Intelligenz. Mithilfe eines Scanners und einer intelligenten Software macht es das Aufspüren fehlerhafter Etiketten vor Produktionsbeginn kinderleicht.
Etiketten kommen in nahezu allen Industriezweigen zur Anwendung und man muss sich hundertprozentig auf die Anwesenheit und Korrektheit der dort aufgebrachten Daten verlassen können, gleich welche Güter produziert, verpackt oder verschickt werden. Denn landet während der Produktion die falsche Etikettenrolle in der Maschine sind Probleme vorprogrammiert. Die Deklaration der Inhaltsstoffe, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Artikelnummer, der EAN- Code oder auch die Sprache des Etiketts müssen exakt zum jeweiligen Produkt passen, sonst drohen Neuproduktionen, Rückrufaktionen oder sogar Konventionalstrafen. Rückrufaktionen sind nicht nur teuer, sondern schaden auch dem Image. Etikettierungsfehler können schnell zu solch einem Problem führen, vor allem, wenn Allergene irrtümlich nicht ausgewiesen werden. Das Produkt kann dann bei Personen mit Unverträglichkeiten zu einer allergischen Reaktion führen – oder im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.
Irren ist menschlich
Routiniert greift Herr Clausen, ein fiktiver Mitarbeiter eines fiktiven Unternehmens, ins Regal, um die Etikettenrollen für die nächste Produktion zu holen. Nach kurzem Zögern nimmt er die Rolle mit den Etiketten für Dinkel-Kringel. Die Rolle wird in die Verpackungsmaschine eingelegt, die Verpackungen werden etikettiert und anschließend befüllt. Die Charge ist bereits in den Versandkartons, als eine Kollegin von Herrn Clausen feststellt, dass sich in den Packungen Butter-Mandel-Herzen befinden – die falschen Etiketten wurden aufgeklebt. Besonders verheerend: Die Dinkel-Kringel enthalten keine Allergene und dementsprechend finden sich keine Hinweise darauf auf dem Etikett. Dagegen sind in den Butter-Mandel-Herzen neben Mandeln auch Ei-, Weizen- und Milchprodukte enthalten, also deklarationspflichtige Zutaten. Zum Glück wurde der Fehler diesmal bereits im Werk entdeckt und eine Rückrufaktion oder gar gesundheitliche Schäden bei Konsumenten konnten vermieden werden. Doch wie lassen sich solche Verwechslungen in Zukunft vermeiden?
Komplexe Anforderungen
Bisher bestehen Lösungen für die Etikettenprüfung entweder im Vier-Augen-Prinzip, in intelligenten Sensoren oder in der Inline-Kontrolle jedes einzelnen Produkts. Doch bei Ersterem ist man nicht vor Flüchtigkeitsfehlern, Zahlendrehern oder Fehleinschätzungen gefeit – außerdem braucht man viel Personal. Intelligente Sensoren haben den Nachteil, dass sie nicht mehrere Druckfelder gleichzeitig kontrollieren können – EAN-Code, QR-Code und MHD zum Beispiel – und die eingelesenen Daten auch nicht mit einer Datenbank abgeglichen werden. Außerdem ist die Qualität der Schriftlesung bei den meisten intelligenten Sensoren nicht ausreichend für eine zuverlässige Kontrolle. Bei der optimal scheinenden Inline-Kontrolle ergeben sich große Herausforderungen, da Verpackungen meist in vielen verschiedenen Varianten vorliegen: Stretchfolien, Kartonagen, Schlauchbeutel, Konservendosen, Papierverbundmaterialien, Vakuumverpackungen oder Gläser. Soll sich ein System auf all diese Varianten einstellen können, steigen Aufwand und Kosten unverhältnismäßig stark an. All diese Lösungen sind also teuer, aufwendig und lösen nur einen Teil der Aufgaben zufriedenstellend.




