Die Geschmacksmanufaktur Ankerkraut aus Hamburg ist eine Erfolgsgeschichte. 2016 überzeugte das damalige Start-up mit Gewürzen die Investoren im TV-Format „Die Höhle der Löwen“. Heute vermarktet das Unternehmen seine Gewürzmischungen sowohl über einen Online-Shop als auch im Lebensmitteleinzelhandel und in fünf eigenen Stores. Die Anlage für die Etikettierung der Gewürzbehälter wurde vom Maschinenbauer Gernep anwendungsspezifisch entwickelt, der dafür die Firma cab mit ins Boot holte.
Die Gewürzmischungen von Ankerkraut heißen beispielsweise Gipfelstürmer, Annes Liebling, Teufels Kerl oder Steuerbord. In Behälter gefüllt, beschriftet und verpackt werden die Gewürzmischungen mit den klangvollen Namen in einer modernen Produktionsstätte in Hamburg. Um die Gewürzbehälter mit Selbstklebeetiketten zu versehen, setzt Ankerkraut auf die Etikettiertechnologie von Gernep. Die Anlage des Maschinenbauunternehmens ist mit zwei bis drei Ixor-Etikettiergeräten der cab Produktionstechnik GmbH ausgestattet. Pro Stunde Stunde versieht die Maschine bis zu 8000 Behälter mit Vorder-, Rücken- und Siegellaschenetiketten. Eine Lichtschranke erfasst jeden Behälter, woraufhin jeweils der Spendevorgang des Etiketts startet. Auf der Brust der Behälter angebracht, geben die Etiketten diesen ein Gesicht und promoten die Marke. Am Rücken verleihen Etiketten dem Produkt eine Identität. Alle Gebinde, die von der Geschmacksmanufaktur in Verzehr gebracht werden, sind konform der Regularien des Staats und der Lebensmittelbranche zu identifizieren.
Mit einem der Etikettierung vor- oder nachgeschalteten Druckmodul lassen sich flexible Daten, etwa Haltbarkeiten, auf die Rückenetiketten der Ankerkraut-Produkte drucken. Ein flexibler Basisteilsatz ermöglicht es, in der Produktionslinie Gläser, die mit Kork verschlossen werden, und PET-Behältern mit Schraubdeckel zu beschriften. Alle Anpassungen der Maschinenparameter laufen automatisiert ab.
Ein System, viele Ausprägungen
Die Etikettiergeräte Ixor spenden Selbstklebeetiketten in hoher Stückzahl schnell und präzise auf Objekte, im Durchlauf oder getaktet. Die Spezialisten der Tag On GmbH & Co. KG, einem Spin-Off von cab, setzen jedes Ixor-Gerät üblicherweise aus zehn bis 20 Baugruppen zusammen. Dieser Baukasten ermöglicht es, Geräte bei gleichzeitig hoher Qualität der Großserie kundenspezifisch zu konfigurieren. Montagehilfen, Säulen- und Bodenstative unterstützen die Montage der Etikettiergeräte überall an Linear- oder Rundläufern. Der Anwender kann aus mehreren Baubreiten auswählen.
Ein dynamischer Servoregler bewegt das Etikettenband am Gerät und positioniert es exakt. Der drehmomentstarke Außenläuferdirektantrieb dreht auch schwere Etikettenrollen im Dauerbetrieb und wickelt deren Bänder sauber auf oder ab. Die Gerätesteuerung ist in die Basiseinheit integriert. Zum Erkennen selbst kleinster Höhendifferenzen in bewegten Materialbahnen lässt sich ein Sensor direkt auf die Spendekante des Ixor montieren. Jedes Etikett, das an der Spendekante als nächstes übergeben werden soll, wird erfasst. Symbole ermöglichen den Mitarbeitern bei Ankerkraut die einfache Bedienung per Touch direkt am Gerätedisplay. Alternativ lässt sich das Etikettiergeräte via Webinterface auch aus der Ferne auf einem Tablet, Smartphone oder PC ansteuern und regeln.




