Die Tagung „Homogenisier- und Emulgiertechnologie für die Lebensmittelindustrie“ wurde vom Institut für Lebensmitteltechnologie NRW (ILT.NRW) sowie der Food Processing Initiative e. V. (FPI) organisiert. Sie fand am 22. November in Lemgo statt.
Die Referenten aus Wissenschaft und Forschung sowie der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie stellten den über 70 Teilnehmern praxisorientierte Grundlagen, Technologieanforderungen und innovative Produktkonzepte aus dem Bereich der Emulgier- und Homogenisier-technologie vor.
Bei der Herstellung von stabilen Emulsionen, wie Dips, Majonnaise, Margarine und Speiseeis ist das Zusammenspiel zwischen Produktrezeptur und Prozess- bzw. Verfahrenstechnologie die große Herausforderung. Weitere wichtige Einflussfaktoren bei der Erzeugung von Emulsionen sind Emulgatoren, Maschinentyp, Scherraten und Verweilzeiten. Der Geschmack ist ein weiterer Aspekt, der von den Experten genau betrachtet wird. Denn Mundgefühl, Glanzeigenschaft und Fettgehalt sind im ständigen Einklang mit den Anforderungen des Kunden zu bringen.
Die Homogenisier- und Emulgierprozesse haben die Experten generell im Griff. Aber es gibt neue energie- und materialschonende, also nachhaltige Verfahren, die angesichts steigender Kosten immer bedeutsamer werden. Die Nachfrage nach diesen ressourcenschonenden und materialeffizienten Verfahren wird immer deutlicher. So sind nachhaltige Prozesse in der Lebensmittelindustrie die Herausforderung, die die Branche in Zukunft zu meistern hat.
Im Netzwerk für Nachhaltige Prozesse in der Lebensmittelindustrie – kurz NeNa – haben sich Partner aus der Lebensmittelbranche zusammengetan, um nachhaltige Konzepte auf den Weg zu bringen.
Wissenschaftlicher Partner des Netzwerkes ist das ILT.NRW. Sein Bereich Verfahrenstechnik forscht auf dem Gebiet der Homogenisier- und Emulgiertechnik. Arbeitsschwerpunkt ist die Gegenstrominjektion, deren Apparatetechnik aus der Polyurethanindustrie stammt. Bisher wird sie in der Lebensmittel- und Kosmetikbranche jedoch noch nicht zur Herstellung von Emulsionen angewendet.
Das Netzwerkprojekt NeNa wird von der FPI mit Sitz in Bielefeld koordiniert und im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.




