Adrian Schwarz
Die Bühler AG mit weltweit über 6000 Mitarbeitern ist ein Spezialist für Anlagenbau und Services zur Wandlung von nachwachsenden Rohstoffen und synthetischen Materialien in hochwertige funktionale Produkte und Wertstoffe. Das Schweizer Unternehmen bietet ein umfangreiches Leistungsspektrum für die Verarbeitung von Getreide und Nahrungsmitteln, Herstellung und Veredelung von technischen Materialien und für den Druckguss.
Im Bereich der Getreideverarbeitung werden Lösungen für die komplette Wertschöpfungskette – angefangen von Schiffsentladeanlagen, vom Reinigen und Sortieren über das Mahlen, Mischen, Fördern und thermischen Behandeln bis hin zum Absacken und Palettieren – angeboten. Durch die Staubentwicklung sind die meisten Bereiche entlang der Wertschöpfungskette als explosionsgefährdet eingestuft und müssen mit entsprechenden Systemen und Geräten ausgerüstet werden. Das gilt auch für die neu entwickelten automatischen Palettierer für Mehlsäcke.
Durch den Mehlstaub ist die Anlage in die explosionsgefährdete Zone 22 eingestuft. Dies bedeutet, dass Geräte der Kategorie 3D eingesetzt werden müssen. Für diese Kategorie fordert die Richtlinie 94/9/EG, die Geräte vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Die Prüfkriterien beinhalten u. a. einen Schutz vor mechanischem Stoß bei höchster und niedrigster zulässiger Umgebungstemperatur, so dass die Schutzart und Dichtigkeit des Sensors nicht beeinträchtigt werden. Hierzu werden zwei Lösungsansätze für optoelektronische Standardsensoren angeboten: Zum einen Sensoren, bei denen der Anwender für den Schutz vor mechanischen Beschädigungen des Sensors durch konstruktive Maßnahmen sorgen muss, zum anderen einbaufertige Sensoren mit Schutzgehäusen, die dadurch die Prüfanforderungen erfüllen. Muss der mechanische Schutz durch den Maschinenanbieter oder den Anwender geleistet werden, erzeugen nicht nur die Konstruktion sondern auch die Prüfungen erhebliche Mehrkosten. Die Lichtschranken der Baureihe W27-3 Ex in einer Metallumhausung können ohne weitere mechanische Vorkehrungen eingebaut werden und erfüllen dabei uneingeschränkt die Ex-Richtlinie für Gas und Staub der Kategorie 3. Wie alle Lichtschranken der 3. Generation von Sick ist die W27-3 Ex mit einer Empfängerzeile aus 16 Elementen und zwei Sende-LEDs ausgestattet und bietet dadurch beste Detektionssicherheit in anspruchsvollem industriellen Umfeld. Neben den funktionalen Vorteilen und der Möglichkeit, die Lichtschranke ohne weitere Schutzmaßnahmen direkt einbauen zu können, un-terstreicht die Metallumhausung der W27-3 Ex auch die Hochwertigkeit des Sackpalettierers. Unterschiedliche Sackgrößen und Palettiermuster können per Steuerung eingestellt werden. Zusätzliches mechanisches Umrüsten ist nicht notwendig, dadurch bietet der Palettierer Vorteile bei der Abfüllung von häufig wechselnden Sackgrößen. Sein modulartiger Aufbau ermöglicht eine Vielzahl von Aufstellungsvarianten und einen Platz sparenden Aufbau. Säcke aus Papier, Kunststoff oder Jute und sonstige Gebinde mit einem Gewicht von 10 bis 50 kg können mit einer Leistung von bis zu 20 Säcke pro Minute bei fünf Säcken pro Lage palettiert werden.




