Der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) berichtet: Zwei Drittel aller Transportverpackungen bestehen aus Wellpappe. Exportverpackungen dieser Art sind kostengünstig und leicht, aber gleichzeitig stabil und federn Stöße zuverlässig ab. Für schwere Waren kommen Exportverpackungen aus Starkwellpappe in Frage, die Güter auf dem Land-, Luft- oder Seeweg sichern. Weitere Pluspunkte dieses Verpackungstyps liegen in seiner Lagerfähigkeit und dem einfachen Recycling. Auch für den digitalen Wandel wappnet sich die Wellpappen-Branche: Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML führte der VDW 2017 eine Studie durch.
Das Ergebnis: Transportverpackungen werden künftig nicht nur zum Informationsträger, sondern sie generieren auch selbst Informationen. In Zukunft werden diese Verpackungen selbst Daten an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette austauschen und ihren Inhalt selbständig überwachen.
Zu diesen Auto-ID-Systemen gehört zum Beispiel die RFID-Technologie. Mit den gewonnenen Daten lässt sich die Lieferkette weiter optimieren. „Künftig werden Sensoren gefragt sein, die über Art und Wirkung der Belastung während des Transports Auskunft geben“, erklärt Christiane Auffermann, Expertin für Handelslogistik am Fraunhofer-Institut IML und Leiterin der Studie. Die Experten erwarten zudem, dass der 3D-Druck es künftig ermöglicht, Verpackungen zu individualisieren und so belastbare Verpackungen mit geringem Materialeinsatz herzustellen. Im Rahmenprogramm der Fachpack werden Unternehmen und Institute auch in diesem Jahr die Trends im Bereich der Transportverpackung aufgreifen und vertiefen. Kurzvorträge, Diskussion und Sonderschauen setzen dabei neue Impulse für den Einsatz von unterschiedlichen Packmaterialien und Technologien (www.fachpack.de/programm).
Gefragt wie nie
Neben Wellpappen kommt als Exportverpackung insbesondere Holz in Form von Standardpaletten und Holzkisten zum Einsatz – zwei entscheidende Transportmittel für die weltweite Handelslogistik. Angepasst an standardisierte Seecontainer beginnt der überwiegende Teil an Gegenständen seine Reise zum Kunden auf einer solchen Palette. Entsprechend der wachsenden Produktions-und Exportleistung der Unternehmen steigt auch die Nachfrage nach Paletten und Holzkisten. „Insgesamt spiegelt sich in den deutlich gestiegenen Fertigungsmengen die gute konjunkturelle Lage, die sowohl im Inland als auch zunehmend im Ausland zu einer erhöhten Nachfrage nach Ladungsträgern und Verpackungen aus Holz geführt hat“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), Marcus Kirschner.




