Herbert Menke
Wie viele interessante Erfolgsgeschichten, begann auch die Underberg-Geschichte mit einer einfachen Idee. In jungen Jahren, Mitte des 19. Jahrhunderts, machte der Firmengründer Hubert Underberg Bekanntschaft mit einem Kräuterelixier, das er als Magenbitter besonders schätzte. Nur eines stimmte ihn ärgerlich: Die Gastwirte verdünnten das Mix-Getränk nach Augenmaß mit Genever. Durch die willkürliche Zusammensetzung waren weder Wirkung noch Geschmack einheitlich. Deshalb hatte Underberg das Ziel, ein Getränk zu kreieren, das gleichbleibende Qualität, verbunden mit den heilsamen Kräften der Kräuter, bietet und mit modernen Produktionsmethoden eine gelungene Symbiose eingeht. Das Ergebnis: der Digestif Underberg, der heute wie damals ausgewählte und aromatische Kräuter aus 43 Ländern beinhaltet.
Die Herstellung des Underbergs erfolgt nach dem Geheimverfahren „Semper idem“. Durch dieses spezielle Verfahren wird der schonende Auszug der Wirk- und Aromastoffe aus den Kräutern garantiert. Danach reift der Underberg mehrere Monate in Fässern aus slowenischer Eiche, bevor er in die speziellen Underberg-Portionsflaschen abgefüllt wird, die viele Vorteile aufweisen. So bieten die 20-ml-Portionsflaschen stets die richtige Menge Produkt für das Wohlbefinden. Gleichzeitig schützt die einzigartige Verpackung vor Nachahmern. Abgefüllt werden die kleinen Flaschen am Produktionsstandort Berlin. Im Rahmen des Unternehmensverbunds gilt Berlin als Kleinflaschenspezialist. Das Spektrum der zu befüllenden Größen reicht hier von der 0,02-l- bis hin zur 0,2-l-Flasche.
Gemäß Underberg-Philosophie wird an allen Produktionsstandorten auf höchste Qualität bei Abfüll- und Verpackungstechnik ebenso Wert gelegt wie auf beste Produktqualität. So fiel in Berlin kurz nach einer Produktionsausweitung und dem damit verbundenen Umzug auf ein neues Werksgelände im Ortsteil Heiligensee im Jahr 1977 die Entscheidung für drei KHS-Füllsysteme. Bei dieser Investition handelte es sich um die ersten Rundfüller, die eine zum damaligen Zeitpunkt sehr hohe Leistung von 70 000 Flaschen pro Stunde realisierten. Die Füller laufen bis zum heutigen Tag kontinuierlich im Zweischichtbetrieb. Trotz der hohen Zahl an Jahren liefern sie qualitativ hochwertige Füllergebnisse wie am ersten Tag.
Zwei der Füllsysteme sind ausschließlich für die Befüllung der Underberg-Portionsflaschen im Einsatz. Speziell für diese Füllsysteme stand die Investition in eine neue Füllhöhen- und Verschlusskontrolle an. Der Grund: Die bisher praktizierte Füllhöhen- und Verschlusskontrolle nach dem Laserprinzip genügte für die überarbeitete Underberg-Portions-Flaschenform nicht mehr. Letztere zeichnet sich dadurch aus, dass statt dem zylindrischen Formverlauf im Halsbereich nun auf die Sechskant-Form mit integriertem Underberg-Logo gesetzt wird. Vor diesem Hintergrund entschied man sich für ein leistungsfähiges Bildverarbeitungssystem.




