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    Fehletikettierungen vermeiden
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    Technik

    Fehletikettierungen vermeiden

    DyStar, das Farbstoff-Unternehmen von BASF, Bayer und Hoechst, verfügt weltweit über eine umfassende Palette an Textilfarbstoffen und
    Veröffentlicht
    04. März 2004
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Rainer Pöse

    Die Produktion dieser Versand- und Sonderetiketten sowie deren Lagerung erfolgte bis 1999 dezentral an den verschiedenen DyStar-Standorten. Bei fehlendem Etikettenmaterial ergaben sich längere Liegezeiten des Fertigmaterials sowie zusätzlich hohe Kosten durch den daraus resultierenden Eilversand; bei Änderung der Etiketteninhalte mussten die alten Etiketten stets vernichtet werden. Allein in Deutschland wurden für den Druck der extern erstellten Etiketten über 500 000 Euro pro Jahr ausgegeben. Eine normgerechte, weltweit einheitliche Etikettierung in der jeweiligen Landessprache erschien bis dahin als unlösbare Aufgabe.

    Zu dieser Zeit wurde DyStar auf die Firma ebsoft aufmerksam, deren dezentrale Etikettierlösung Layout & Druck schon erfolgreich bei Bayer im Einsatz war. Diese Lösung wurde als Basis übernommen und an die Belange von DyStar angepasst. Das heutige WebLabelMaster-System wurde gezielt weiterentwickelt und ist das Ergebnis aus dem DyStar-Anspruch als global operierendes Unternehmen: just-in-time weltweit Produkte, Verpackungs- und Versandeinheiten in einheitlichem Corporate-Design kennzeichnen.

    Der Zusammenschluss von BASF, Hoechst und Bayer im Jahr 2000 verlangte nach einem unternehmensübergreifenden Etikettiersystem. Das LabelMaster-System bietet hier folgende Vorteile:

    • zeitnahes Drucken durch Kopplung an die ERP-Systeme, dadurch Vermeidung von Fehletikettierungen und eine deutliche Verringerung der Durchlaufzeiten, eine bessere Stammdatenqualität durch automatische Synchronisation und die Vermeidung von hohen Etikettenbeständen und Etikettenvernichtung
    • eine weltweite Standardisierung der Etiketten durch zentrale Pflege der Stammdaten und der Etiketten-Layouts und die automatische Verteilung an alle Standorte

    Pro Standort existiert ein LabelMaster-Server zur Datenhaltung, zum Spoolen der Etiketten-Druckjobs und zur Abwicklung der Interaktion zum Etikettenabruf. Es lassen sich dabei Primär-, Gefahrstoff-, Versand- oder spezielle Produktionsetiketten auswählen, wobei SAP die reinen Produktdaten und EH&S die Gefahrstoffdaten zur Verfügung stellt. Von jedem beliebigen Arbeitsplatzrechner (Client) können im Dy-Star-Netz interaktiv alle spezifizierten Etiketten abgerufen und auf einem Etikettendrucker bzw. automatischen Etikettierstationen ausgedruckt werden. Ebenso ist der automatische Etikettenandruck per IDoc-Format aus SAP oder Fremdsystemen wie SPS, Produktionsleitständen und Wägesystemen möglich. Der LabelMaster-Server übernimmt diesen Abrufauftrag, formatiert aus den resultierenden Daten und dem Layout das gewünschte Etikett und übergibt diesen Druckjob an die entsprechenden internen bzw. externen Drucker zum schachtgerechten Ausdruck

    Innerhalb eines engen Zeitrahmens kamen bei DyStar 13 komplette LabelMaster-Server flächendeckend in den unterschiedlichsten Zeitzonen zum Einsatz. Die Systeme garantieren nicht nur den reibungslosen Ablauf in der Produktion, Abfüllung, im Versand und im Lager von Nordamerika bis Japan, sondern lassen ebenso die problemlose Anbindung von Speditions- und Zuliefererpartnern für den Ausdruck von allen auftragsbezogenen Etiketten zu.

    Der weltweite Einsatz und nicht zuletzt die Echtzeit-Etikettierung in den Direktabfüllungen der Produktionen in Leverkusen und Brunsbüttel bedingen eine ganzheitliche Betreuung und damit auch einen geregelten Bereitschaftsdienst. Dieser wird von drei operativen Mitarbeitern des LabelMaster-Teams in Leverkusen geleistet. Über spezielle Benachrichtigungsmechanismen kann das jeweilige Teammitglied von jedem Anwender jederzeit aktiviert werden, um Unterstützung bei verschiedenartigen Etikettierproblemen zu gewährleisten. Unabhängig vom momentanen Aufenthaltsort ist dann ein administrativer (Remote)-Zugriff auf das gesamte LabelMaster-System möglich. Als Konsequenz wurde das vorgestellte LabelMaster-System um Komponenten zum WebLabelMaster-System sinnvoll erweitert: Der Etikettenabruf und die anwenderseitige Aussteuerung der Etiketten sollte aus verschiedenen Gründen neben dem DyStar-Intranet auch über das Internet durchzuführen sein. Dadurch ist die Notwendigkeit einer dedizierten Client-Anwendung nicht mehr erforderlich. Die Vorteile des WebLabelMaster-Systems sind u. a.:

    • externer, flexibler und objektnaher Etikettenabruf mit hoher Performance
    • leichte Einbindung von externen Dienstleistern
    • keine nennenswerten Anforderungen an die IT-Infrastruktur
    • Reduzierung des Operating- und Administrationsaufwandes
    • direktes Preview des kompletten Druckobjektes

    Jedem Anwender kann – intern und extern – zentral die Berechtigung zum sofortigen Etikettendruck erteilt werden. Bei der Eingliederung neuer Standorte ist kein Standort- bzw. Regionen-Server mehr erforderlich.

    cav 474

    www.ebsoft.de

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