Elke Straub
Pneumatische Förderanlagen haben einen weiten Anwendungsbereich. Luft- bzw. Trägergas transportiert das Schüttgut in einer Produktionsanlage zu Stationen, an denen es weiterverarbeitet wird, beispielsweise dosiert, gewogen, etc.. Am Ende der Prozesskette muss die Luft wieder vom Schüttgut getrennt werden. Das transportierte Produkt wird gefiltert und in den Prozess zurückgeleitet oder gesammelt. Das Trägergas gelangt als Reingasstrom wieder in die Umgebung. ts-systemfilter passt den Filterapparat individuell an die jeweiligen Prozessparameter an.
Der Filterapparat besteht aus den Filtergehäusen in Aluminium oder Edelstahl, die Oberfläche kann bei Bedarf behandelt, z. B. elektropoliert, werden. Das Kernstück des Filterapparates bilden patentrechtlich geschützte Filterelemente. Grundsätzlich ist hier die Wahl zwischen Sternfilter und Filterschläuchen möglich. Sternfilter haben den Vorteil, eine große Filterfläche auf kleinem Raum unterzubringen. Als Filtermedien werden wahlweise Zellulose, Polyester, Polypropylen, Polyethylen, Polyphenylensulfid, aromatisches Polyamid, mit oder ohne PTFE-Oberfläche, eingesetzt. Optional ist auch eine leitfähige Ausführung erhältlich. Das Filtermedium wird passend zu den Prozesseigenschaften ausgewählt. Die Sternfilter sind in Längen von 200 bis 1000 mm und mit nahezu frei wählbarer Faltenanzahl, die Filterschläuche in Längen von 600 bis 2400 mm erhältlich. Für die Befestigung der Sternfilter stehen drei Systeme zur Verfügung:
- Stützrohr getrennt vom Sternfilter
- Sternfilter mit selbstabdichtender Steckverbindung für roh- und reingasseitigen Ausbau
- Gewinde am Sternfilter angegossen
In den Filterschläuchen ist ein Schnappring für die Befestigung eingearbeitet. Die Form wird durch flexible Stützfedern (Offenlegungsschrift DE 199 15 441) erhalten.
Für eine pneumatische Förderung mit Luftmengen von 1 bis 6 000 m³/h werden Filterapparate mit Gehäusedurchmessern von 200 bis 1000 mm eingesetzt. Sonderbauformen bis 5 m Durchmesser sind möglich. Bei den Standardgehäusen variiert die Gesamtfilterfläche zwischen 0,2 m² und 75 m², bei Sternfiltern oder bei Filterschläuchen zwischen 0,2 und 25 m². Die Filterelemente werden vollautomatisch mittels Druckluftimpulsen oder und mit einem mechanischen Klopfmotor regeneriert. Zubehör wie Wetter- oder Schallhauben, Druckausgleichsventile, Zuluftsicherung, druckfeste Bauweise bis 10 bar und Explosionsschutz (ATEX) runden das Programm ab.
Ein konkretes Einsatzbeispiel für die beschriebene Filtertechnik ist die Herstellung von Dragees. Dabei muss Zuckerstaub abgeschieden werden. Das Zucker/Luftgemisch kommt aus einem Dragierkessel, in dem die Dragees mit Zucker überzogen werden. Der Zucker soll das Verkleben der Dragees verhindern.




