Birgitt Hölzel
Eine dünne, krosse Teigscheibe, darauf etwas Crème fraîche, Zwiebeln und Speck – das ist der traditionelle Flammkuchen aus dem Elsass. Über die Weihnachtsmärkte hat er sich leise und unaufhaltsam in die Speisepläne der Deutschen eingeschlichen. Heute gehören Flammkuchen rund ums Jahr zu den kulinarischen Dauerbrennern. Nicht zuletzt durch die Qualitätsgüte der Firma Tarte Gourmet, Hauenstein, die die Gastronomie mit unterschiedlichen Flammkuchen versorgt, und dem Schwesterunternehmen Gusto Palatino, das den Großhandel bestückt.
Anfänglich waren die Flammkuchen nur in unbedruckten Beuteln verpackt. Da das Produkt seine Hochwertigkeit auch durch die Verpackung darstellen sollte, lag die Bedruckung der Folie nahe. Es musste auf bedruckte Oberfolie umgestellt werden und somit auf Tiefziehmaschinen. Die Problemstellung, mit der Gusto Palatino auf Nabenhauer Verpackungen zukam, umreißt Robert Nabenhauer, Geschäftsführer der Verkaufsagentur für Verpackungsfolien, folgendermaßen: „Der fertige, aber rohe Flammkuchen mit und ohne Belag muss so in Folie verpackt werden, dass einerseits kein Sauerstoff hinein gelangt und andererseits keine Feuchtigkeit entweichen kann. Außerdem suchten die Fachleute von Gusto Palatino eine Verpackung, die appetitlich aussieht und eine hervorragende Optik durch eine hohe Druckqualität bietet. Andere wichtige Punkte waren eine angenehme Haptik und eine hohe Transparenz.“
Als Gusto Palatino die Zusammenarbeit mit Nabenhauer Verpackungen begann, war die Nachfrage nach Flammkuchen gerade sprunghaft angestiegen, sodass diese Aufgabe nicht nur optimal, sondern auch möglichst schnell gelöst werden musste. Inzwischen werden stündlich 1500 fertig belegte Flammkuchen und 4500 Teigböden in den neuen, hochmodernen und hoch automatisierten Produktionsstraßen im pfälzischen Hauenstein hergestellt. Angesichts der gebotenen Schnelligkeit bei der Herstellung der Folie und der komplizierten Bedruckung haben wir uns bei der Oberfolie für den italienischen Marktführer Di Mauro entschieden“, erläutert Nabenhauer. Ein Flexibilitätsvorteil zeigt sich in der Weiterverarbeitung der Folien. Die In-Line-Kaschierung ist bei Di Mauro Standard, da sowohl Druck- als auch Kaschiermaschine in der gleichen Geschwindigkeit fahren können. Zusätzlich verfügt der Italiener über Kleber, die nur sehr geringe Aushärtezeiten benötigen. Zwei bis vier Tage reichen hier je nach Verbundfolie aus, um das Produkt fertigzustellen. Vor Auslieferung an den Kunden werden die Folien dann noch im hauseigenen Labor auf Haltbarkeit und Farblösemittelrückstände geprüft und freigegeben.
Um das Eindringen von Sauerstoff und gleichzeitig das Entweichen von Feuchtigkeit zu verhindern, ist eine Standardfolie ohne EVOH-Barriereschicht nicht geeignet. So wurde eine spezielle Hochbarreriefolie ausgewählt. Als Oberfolie wird eine PET/PE/EVOH/PE-Verbindung eingesetzt. Der Druck erfolgt im Zwischenlagendruck zwischen der PET-Schicht und der restlichen Verbindung. Dies bewirkt, dass die Farben sehr glänzend hervortreten und die Druckfarben nicht mit dem Lebensmittel in Berührung kommen.




