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    Flaschenreinigungsmaschine für Oberweis Dairy
    Bildquelle nicht angegeben
    Milchverarbeitung

    Flaschenreinigungsmaschine für Oberweis Dairy

    PAC Global hat eine Flaschenreinigungsmaschine an die Molkerei Oberweis Dairy im US-amerikanischen North Aurora geliefert.
    Veröffentlicht
    11. November 2020
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Milchverarbeitung

    Was in Deutschland und Europa erst seit wenigen Monaten eine Wiederbelebung feiert, ist in den USA schon lange ein Mega-Trend: die Mehrwegglasflasche für hochwertige Milch sowie Gläser für Joghurts. Das Schweizer Unternehmen PAC Global hat bereits die zweite Flaschenreinigungsmaschine in die USA geliefert. Der Kunde: Oberweis Dairy in North Aurora im Bundesstaat Illinois.

    Die Geschichte der Molkerei begann im Jahr 1927 mit Peter Oberweis in Kane County, Illinois, der seine Milch mit einem Pferdefuhrwerk in der Umgebung verkaufte. Oberweis investierte, errichtete eine Molkerei in North Aurora, sein Sohn Joe und seit 1986 dessen Bruder John bauten das Geschäft in mehreren Bundesstaaten immer weiter aus mit Milch, Milchprodukten, Eiscreme, Joghurt und Käse. Seit 2007 leitet Joe Oberweis das Unternehmen, zu dem mittlerweile neben zahleichen Milch und Eiscreme-Stores auch eine Hamburger- sowie eine Pizza-Kette gehören.

    Schon lange setzt die Molkerei für ihre Milch auf Mehrwegglasflaschen in verschiedenen Größen, vor allem bei den Top-Produkten und Bio-Ware. Für die in den USA noch immer weit verbreitete Haustürbelieferung der Haushalte setzt Oberweis für Tausende von Familien seine Kult-Flasche mit einer halben Gallone Inhalt (rund 1900 ml) ein. Diese Milch, so betont die Molkerei, stammt ausnahmslos von kleinen Familienbauernhöfen mit 40 bis 300 glücklichen Kühen, wird nur ganz schonend erhitzt und ohne jegliche Zusatzstoffe verarbeitet. Die Tiere wachsen ohne Hormone oder Medikamente auf, die Milch steht, so unterstreicht die Molkerei, fast immer bereits 36 Stunden nach dem Melken abgefüllt in Flaschen vor der Haustüre der Kunden. „Für diese enorm hohe Qualität unserer Milch gibt es nur die Glasflasche, kein Plastik oder Karton. Nur in Glas bleibt die Milch lange frisch und kühl, schmeckt vom ersten bis zum letzten Glas gleich gut“, unterstreicht Marty Rodriguez, Director of Operations and Quality von Oberweis in Chicago.

    Flaschenreinigungsmaschine für Abfülllinie erneuert

    Im Hauptbetrieb von Oberweis laufen zwei Abfülllinien für Glasflaschen, eine für kleinere Flaschen, die andere für die „Half-Gallons“. Für diese Linie wurde die Flaschenreinigungsmaschine erneuert, weil man mit der Qualität der alten Anlage nicht mehr zufrieden war. Die Entscheidung fiel auf die Maschine CB 9-1,89-RV-10,6 Mi ng vom Schweizer Spezialisten PAC Global. Günther Zimmerman gründete dieses Unternehmen im Jahr 1981 und war der erste Hersteller von Flaschenreinigungsmaschinen, die komplett aus Edelstahl und in den heißen Zonen stark isoliert sind. Im Laufe von 40 Jahren Erfahrung wurden die Systeme weiterentwickelt, heute sind die Maschinen energieeffizient und optimiert, sodass sie ressourcenschonend arbeiten und dem Nachhaltigkeitsprinzip gerecht werden: Hohe Reinigungsleistung, niedriger Energieverbrauch, jahrzehntelange Lebensdauer, kompakte Bauweise und Servicefreundlichkeit.

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    Die Kunden von PAC Global sind vor allem Brauereien, aber auch Mineralbrunnen, AfG-Betriebe, Keltereien und Molkereien in Europa, Asien und Nordamerika. Das Serienmaschinenprogramm beginnt bei 1800 Flaschen in der Stunde und reicht bis 12 000 Flaschen stündlich, es ist ganz gezielt für den Mittelstand ausgelegt.

    Lange Vorweiche und lange Heißlaugenspritzzone

    An die Molkerei Oberweis Dairy nach North Aurora lieferte PAC Global eine 10,6 m lange und 1,86 m breite Einend-Flaschenreinigungsmaschine, in der stündlich 5000 Half-Gallons gereinigt werden können. Vor dem Eintauchen der Flaschen in die Vorweiche werden sie absolut zuverlässig restentleert. Durch die lange Vorweichzeit wird die hohe Laugentemperatur von 80 °C bereits beim Eintauchen der Flaschen optimal ausgenutzt, die Lauge in der Tauchweiche wird dabei regelmäßig umgewälzt. Es folgt eine extrem ausführliche Verweilzeit der Flaschen in der anschließenden Heißlaugenzone mit knapp 85 °C und 15 Innenspritzrohren. Sieben Spritzzonen mit 42 stationären, hochvolumigen Niederdruck-Sprühdüsen-Spritzrohren haben dabei eine intensive Schmutzentfernungswirkung und garantieren den einwandfreien mikrobiologischen Zustand der Flaschen. Durch die ständige Bewegung von Flaschen und Lauge werden diese zuverlässig gereinigt. Es folgt eine langsame Abkühlung und mehrere Ab- und Ausspritzungen mit Frischwasser. Jede Flasche befindet sich über 17 Minuten in der Maschine, durchläuft fünf Stufen der Erwärmung und damit Vorweichen, ein langes Laugenbad und eine lange Heißlaugenspritzzone und nach der Reinigung sechs Wasserspritzzonen zur Abkühlung. Mit rund 25 °C verlassen die absolut sauberen Flaschen die Maschine. Zeitgleich befinden sich immer 1413 Flaschen in Inneren des Reinigungs-systems. Die Maschinenlängsseiten weisen große Sichtfenster zur Kontrolle auf und alle Bereiche sind sehr gut zugänglich für die Reinigung.

    Geringer Energieverbrauch

    Der sehr niedrige Gesamtenergieverbrauch der Maschine ist das Ergebnis der Kombination von langer Vorweiche, einer siebenstufigen Abkühlung der Flaschen nach der Heißlaugenspritzung und den vollisolierten Hochtemperaturzonen. Durch die Ausführung der Laugenzonen in rostfreiem Edelstahl ergibt sich eine Reduktion der Abstrahlungswärme um fast 50 %. Das gesamte Maschinengehäuse ist in allen heißen Zonen (Boden, Decke, Seitenwände und Rückwand) doppelwandig mit 5 cm dickem Spezialmaterial isoliert. Die gesamte Maschine strahlt dadurch nur wenig Wärme ab. Eine deutliche Energieeinsparung ergibt sich auch durch die fünfstufige Vorwärmung aller Flaschen vor dem Eintauchen in die Laugentauchweiche und den Einsatz einer geringen Wasser- und Laugemenge (daher sind die Aufheizverluste minimal). Hinzu kommt eine Wärmerekuperation zwischen der Lauge II und dem Vorspritzwarmwasser, der Ausgleich der Laugenverschleppung durch eine automatische Nachdosierung der Lauge II sowie eine optimierte Flüssigkeitsführung samt idealer Kettenführung, dies führt zur Reduktion des elektrischen Anschlusswertes.

    Jederzeit verfügbare Ersatzteile

    Die Gründe für die Kaufentscheidung einer neuen Flaschenreinigungsmaschine bei PAC Global fasst Marty Rodriguez von Oberweis in Chicago zusammen: „Die geradlinige, überschaubare Konstruktion, die zusätzliche, ausgereifte mechanische Reinigung durch fünf Sprühzonen, eine einfache und zuverlässige Elektrik und Elektronik. Hinzu kommen die unkomplizierten, weltweit erhältlichen Antriebsaggregate, die Volledelstahlmaschine mit ihrer Isolierung in den heißen Zonen, damit eine geringe Wärmeabstrahlung und somit Energieverbrauch. Wichtige Gründe für die Entscheidung zugunsten von PAC Global waren die wesentlich bessere Unterstützung und die wesentlich besseren Möglichkeiten in Bezug auf Ersatzteile und Verbesserungen als bei der vorigen Maschine. Der gesamte Ablauf vom Kauf bis zur Inbetriebnahme war nicht nur eine geschäftliche, sondern eine sehr partnerschaftliche Erfahrung. Wir haben auf das richtige Pferd gesetzt, denn vor allem haben wir eine perfekte Reinigung – auch von extrem verschmutzten Milchflaschen“, sagt Rodriguez.

    Bei PAC Global legt man sehr großen Wert auch auf die jahrzehntelange Lebensdauer der Maschinen, ein Zusammenspiel von kompakter, kompletter Edelstahlausführung, 15 mm dicken Kettenführungen, extra stark dimensionierten Hauptförderketten, Flaschenzellenträger und Flaschenzellen aus hochfestem Stahl. Alle Komponenten sind gut zugänglich, der mechanische Aufbau ist übersichtlich, die Elektrik zukunftssicher und die Steuerung dezentral. Das Prinzip von PAC Global lautet: Elektronik so viel wie nötig, aber nicht so viel wie möglich. Fällt ein einzelnes System aus, kann es auch nach vielen Jahren problemlos durch eine modernere Komponente ersetzt werden. „Jede unserer Maschinen wird bei uns im Werk komplett angeschlossen, dann führen wir einen Probelauf unter Betriebsbedingungen durch. Nur so können wir unsere Anlagen guten Gewissens an unsere Kunden übergeben“, unterstreicht PAC Global-Inhaber Günther Zimmermann.

    Autor: Bert Brosch

    Freier Journalist

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