Für Barilla ist die Verbindung von Tradition und Innovation seit jeher der Schlüssel zum Erfolg. Heute entscheidet jedoch nicht mehr nur die Qualität des Produkts über den Markterfolg, sondern auch die Fähigkeit, flexibel und schnell auf neue Verbraucherwünsche zu reagieren. Mit einer gemeinsam mit GEA entwickelten Pilotanlage in den USA schafft Barilla die technologische Basis, um Produktentwicklungen zu beschleunigen und gleichzeitig die Qualität der Pasta zu sichern.
Pasta ist weit mehr als nur ein Grundnahrungsmittel. Sie steht für Geselligkeit und italienische Lebensart. Doch hinter jeder perfekten Pastaform steckt ein komplexer Prozess: das präzise Zusammenspiel von Rohstoffqualität, Verarbeitungstechnologie und Prozesssteuerung. Um den jeweils aktuellen Geschmäckern und Ernährungsbedürfnissen gerecht zu werden, ist eine stetige Weiterentwicklung notwendig. Dazu gehört auch das Experimentieren mit neuen Zutaten wie glutenfreien Mehlen und proteinreichen Alternativen.
Verkürzte Entwicklungszyklen
GEA begleitet Barilla bereits seit vielen Jahren als Partner in der industriellen Pastaproduktion. Gemeinsam mit dem Maschinenbauer entwickelt Barilla die moderne Verfahrenstechnik kontinuierlich weiter, um die hohen Qualitätsstandards konsequent zu sichern. Die jüngste Kooperation in den USA markiert einen weiteren Meilenstein: Gemeinsam wurde eine Pilotanlage entwickelt, die es Barilla ermöglicht, neue Rezepturen – darunter glutenfreie und proteinreiche Varianten – effizient zu testen und zu optimieren, bevor sie in den großtechnischen Maßstab überführt werden.
Die moderne Forschungs- und Entwicklungsanlage ist eine maßstabsgetreue Nachbildung der industriellen Produktionslinie. Dadurch können Prozessparameter wie Temperatur, Feuchtigkeit oder Trocknungszeiten exakt überwacht und angepasst werden. Die Anlage ermöglicht es Barilla, neue Formen und Rezepturen unter realen Bedingungen zu erproben und anschließend direkt in den industriellen Maßstab zu übertragen. Für das Team von Barilla America bringt die Pilotanlage erhebliche Vorteile. „Unsere Entwickler können im kleinen Maßstab testen und lernen, bevor wir in die Produktionsphase gehen. Das verkürzt die Entwicklungszyklen und erhöht unsere Geschwindigkeit bei der Markteinführung“, sagt Julia Greg-Albers, Vice President RDQ, Barilla America. Barilla kann in der Pilotanlage mit mit Formen, Farben und Zutaten experimentieren. Neben traditionellem Mehl lassen sich auch andere Mehlsorten, mit oder ohne Gluten und proteinreiche Pasta mit unkonventionellen glutenfreien Zutaten wie Mais, Reis und Linsen verarbeiten.
Patentiertes Vakuummischsystem
GEA vereint mehr als 80 Jahre Erfahrung in der Pastaproduktion mit umfassender Systemkompetenz in Misch-, Extrusions- und Trocknungstechnologien. Besonders prägend ist das patentierte Vakuummischsystem, das die Homogenität des Teigs optimiert und thermische Belastungen während der Verarbeitung reduziert. Durch das Arbeiten unter Vakuum wird eine gleichmäßigere Hydratation des Grießes erreicht und die Glutenentwicklung verbessert. Das Ergebnis sind Pastaprodukte mit perfekter Struktur, Farbe und Kochstabilität. Die Pressanlage GEA xTru ist das Herzstück der schlüsselfertigen automatisierten Fertigungslinie für die Pastaproduktion. Jeder Schritt, vom Vormischen über das Formen des Teigs bis hin zum Extrudieren der Pasta und dem Weitertransport zum Trocknungsprozess, erfolgt unter Vakuum. Dank der präzisen Steuerung aller Prozessschritte – vom Vormischen über die Extrusion bis hin zur definierten Trocknung – kann eine konstant hohe Produktqualität sichergestellt werden. Die Endfeuchte wird dabei kontrolliert von rund 30 % auf 12 % reduziert – ein entscheidender Faktor für Textur und Haltbarkeit der Pasta.




