Constanze Heitkötter
Mit einem Jahresumsatz von ca. 450 Mio. DM zählt die Frischdienst-Zentrale West, ehemals Molkereizentrale Köln-West, zu den bedeutenden Unternehmen der Milchwirtschaft. Hinter dem genannten Umsatz verbirgt sich ein enormes Mengenaufkommen: Rund 4000 Kunden wollen täglich mit einem Warenvolumen von insgesamt 1000 t/Tag beliefert werden. 130 Touren mit knapp 100 Lastkraftwagen sind hierfür notwendig. Das Sortiment umfaßt 2500 verschiedene Molkereiartikel. Davon stellt die Frischdienst-Zentrale West 150 Artikel selbst her und realisiert mit diesen einen Umsatzanteil von 70%. Die übrigen 2350 Erzeugnisse werden von deutschen Markenherstellern wie Eifel oder Tiffany und von ausländischen Käsespezialisten zugekauft. Das hohe Absatzvolumen, die Vielzahl von Kunden im In- und Ausland sowie das breite Warensortiment stellen hohe Kapazitätsanforderungen an die Lagerung, Kommissionierung und denTransport.
Als logische Antwort entschied man sich 1981 für die Errichtung eines modernen Logistikzentrums in Köln. Mit diesem sollten folgende Zielvorstellungen erreicht werden:
• hohe Lieferzuverlässigkeit,
• einwandfreie Qualität der Waren und
• Kostenwirtschaftlichkeit.
Mit der Umsetzung dieses Projekts wurde ein Unternehmen aus Borgholzhausen beauftragt, das sich vor allem im cool & fresh-Bereich einen Namen gemacht hat. Es gilt als Spezialist für vollautomatische Satellitenlager für die Palettenkompakt- und Paletteneinzelplatzlagerung. Die von diesem Unternehmen entwickelten Systemlösungen zeichnen sich durch Flexibilität, modulare Erweiterbarkeit und Sicherheit der Anlagen aus.
Die konkrete Aufgabenstellung für das Zentrallager lautete:
• Bereitstellung der benötigten Kapazitäten,
• Einhaltung des First-in-First-out-Prinzips,
• konstante Lagertemperatur von 4 °C,
• rationelle Warenein- und -auslagerung.
Mit der Inbetriebnahme des 1982 gebauten automatischen Satelliten-Kompaktlagers mit 5000 Palettenplätzen konnten die gesteckten Ziele erreicht werden.




