Dipl.-Ing. B. Eng.(Hons.) Thomas Ramme
Die mehrstufigen Multijector-Vakuumpumpen erzeugen den zur Förderung erforderlichen Luftvolumenstrom bei einem optimalen Betriebsdruck von 5,5 bar (Fließdruck). Dabei werden Saugvolumen von bis zu 40.000 lN/min und Unterdrücke bis zu 960 mbar erzielt. In manchen Anwendungsfällen ist es jedoch schwierig, einen Betriebsdruck von 5,5 bar während der pneumatischen Förderung aufrecht zu erhalten, insbesondere wenn gleichzeitig mehrere Verbraucher gespeist werden müssen. Für diese Fälle steht ein alternatives Düsensystem zur Verfügung, das das maximale Vakuum schon bei einem Betriebsdruck von 3,5 bar erzielt. Dies ist dann wichtig, wenn der Vakuumförderer nicht nur zum Transport von Pulvern und Schüttgütern eingesetzt wird, sondern auch zum Fördern von Flüssigkeiten und viskosen Medien.
Gleichzeitig bleiben die gewohnten Vorteile wie Verschleiß- und Wartungsfreiheit, geringe Baugröße, niedriges Gewicht und die ohnehin durch die Mehrstufigkeit bedingte günstige Druckluftausnutzung erhalten. Durch die modulare Konstruktion der Multijector-Vakuumpumpen verdoppelt sich mit dem Niederdruck-Düsensystem die Anzahl der nutzbaren Modelle und ermöglicht damit eine in kritischen Fällen bessere Anpassung an die jeweilige Förderaufgabe.
Ein weiterer Vorteil liegt im taktweisen Betrieb der Vakuumpumpe, da häufig das Schüttgut diskontinuierlich gefördert wird. Wo konventionelle mechanische Sauglufterzeuger aufgrund der langen Ansprechzeiten auch während der Ruhephasen durchlaufen müssen, steht beim Multijector das erforderliche Vakuum im Millisekundenbereich an. Hier wird also nochmals Energie gespart. Falls die zum pneumatischen Fördern nötige Druckluftversorgung nicht vorhanden ist, werden entweder Kompressorstationen ausgelegt oder gleich spezielle, elektrische Vakuumpumpen projektiert.
Insbesondere im chemisch-pharmazeutischen Bereich müssen alle produktberührenden Teile des Vakuumförderers ohne großen Aufwand zu reinigen und daher leicht zerlegbar sein. Der Hersteller stellt dieses durch den modularen Aufbau nach dem Baukastenprinzip sicher. Sollte jedoch beispielsweise bei größeren Vakuumförderanlagen und festen Installationen aufgrund des Gewichts diese Konstruktion nicht mehr möglich sein, wird auf Wunsch gemeinsam mit dem Kunden von Volkmann eine CIP-Lösung erarbeitet.
Bausteine für dieses Konzept sind einteilige Abscheidebehälter und spezielle, extern angesteuerte Entleerklappen für den Vakuumförderer. Die gesamte Pneumatik befindet sich dabei außerhalb des produktberührenden Bereichs. Zudem können wahlweise die verschiedensten Edelstähle eingesetzt werden. Im Innenraum ermöglicht die durchdachte Konstruktion ohne Spalten und Toträume eine gründliche Spülung. Darüber hinaus lässt sich auch bei dieser Variante der Vakuumförderer wie gewohnt einfach und ohne Werkzeug in Sekundenschnelle manuell zerlegen und nachfolgend reinigen.




